Altersvorsorge - private und betriebliche
Die Altersvorsorge in der Bundesrepublik basiert auf einem Drei-Säulen-Modell: Neben der gesetzlichen Rente sollen auch die betriebliche und private Altersvorsorge ein Auskommen im Rentenalter ermöglichen. Dabei gewinnen insbesondere die staatlich geförderten Altersvorsorgeprodukte für Arbeitnehmer sowie Freiberufler und Selbständige zunehmend an Bedeutung.
Welche Vorsorgeoptionen überhaupt in Frage kommen und wie und in welchem Umfang Altersvorsorge betrieben werden kann, richtet sich in erster Linie nach den finanziellen Möglichkeiten. Doch selbst mit einem vergleichsweise geringen Einkommen lässt sich eine private Altersvorsorge realisieren, zumal der Staat einen Teil zur privaten Rente beisteuert. Ideal ist es - zumindest für Arbeiter und Angestellte - wenn sie alle drei Säulen für ihre Altersvorsorge nutzen, um im Alter keine Einbußen hinnehmen zu müssen. Deshalb sollte die Altersvorsorge in aller Ruhe geplant und so früh wie möglich in Angriff genommen werden.
Rund zwölf Millionen Verträge wurden seit Einführung der Riester-Rente im Jahr 2002 bereits abgeschlossen (Stand: September 2009). Damit gehört die Riester-Rente zu den beliebtesten Formen der Altersvorsorge. Kein Wunder: Riestern wird vom Staat mit finanziellen Zuschüssen gefördert, wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt werden. In den Genuss der Zulagen - als Grundzulage, Zulagen für Kinder und Bonus für Berufseinsteiger - kommen allerdings nur Angestellte und Arbeiter. Die Fördergelder dienen als Anreiz, private Altersvorsorge zu betreiben. Das Konzept ist aufgegangen. Dabei haben Kunden die Wahl zwischen mehreren Varianten der Riester-Rente, von klassisch hin zum Fondssparplan.
Selbständige und Freiberufler haben es wesentlich schwerer als Arbeitnehmer, für das Alter vorzusorgen - zumal sich die Ansprüche auf eine gesetzliche Rente meist nur auf wenige Beitragsjahre beschränken und damit bei weitem nicht ausreichen, um die Lebenshaltungskosten zu decken. Aus diesem Grund wurde die Rürup-Rente entwickelt. Sie richtet sich hauptsächlich an Selbständige und bietet anstelle von Zulagen Steuervorteile. Die gezahlten Beiträge können nach einem festen Muster steuerlich geltend gemacht werden. Diesem Vorteil steht vor allem ein Kritikpunkt gegenüber: Die Rürup-Rente ist sehr starr und lässt nur sehr wenig Spielraum.
Die betriebliche Altersvorsorge als dritte Säule des Rentensystems kann auf unterschiedlichen Wegen realisiert werden. Entscheidend ist jedoch nicht das "Wie", sondern dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer überhaupt die Chance wahrnehmen, sich eine zusätzliche Leistung für das Rentenalter zu sichern. Die Konditionen richten sich danach, welche Form der betrieblichen Altersvorsorge das Unternehmen vorsieht. Gleich, wie sich die betriebliche Vorsorge für das Alter gestaltet, sie bietet eine Reihe von Vorteilen, die nicht erst mit dem Renteneintritt wirken, sondern schon vorher. Der Staat belohnt die Bemühungen unter anderem mit steuerlichen Vergünstigungen.
An der privaten Altersvorsorge führt kein Weg mehr vorbei. Wer komplett darauf verzichtet, muss im Rentenalter mit deutlichen Einbußen rechnen. Das hat die Mehrheit der Verbraucher inzwischen erkannt. Woran es jedoch mangelt, ist das nötige Wissen um die Möglichkeiten sowie deren Vor- und Nachteile.
Deshalb ist es umso wichtiger, sich frühzeitig zu informieren. Schließlich muss die private Altersvorsorge langfristig geplant werden und sollte schon aus dem Grund passgenau sein. Die wichtigsten Daten und Fakten zu Riester, Rürup und betrieblicher Vorsorge finden Sie auf unseren Seiten.