BIGBANK

Finanzdienstleister aus Estland

Die BIGBANK ist seit 1992 aktiv. Sie firmierte anfangs unter den Namen AS Balti Investeeringute Grupp (BIG) sowie Balti Investeeringute Grupi Pank AS. Das Unternehmen mit Stammsitz in Tartu (Estland) versteht sich als internationaler Finanzkonzern mit Fokus auf Privatkredite. Hinzu gekommen sind in den vergangenen Jahren Festgeldangebote, die im Rahmen grenzüberschreitender Dienstleistungen auch in Deutschland und Österreich angeboten werden.

 

Schneller Kontakt per Skype

Für Kunden heißt das: Die BIGBANK verfügt in der Bundesrepublik nicht über eigene Filialen, sondern bietet ihre Dienstleistungen – in diesem Fall das Festgeldkonto – ausschließlich online an. Darüber hinaus besteht für deutsche Anleger die Möglichkeit, telefonisch respektive per Skype Kontakt mit dem Serviceteam der BIGBANK aufzunehmen. Ein eigenes Filialnetz unterhält der Konzern lediglich im baltischen Raum. Damit gehört die BIGBANK zu den klassischen Direktbanken.

Seit 2009 mit Festgeld in der Bundesrepublik vertreten

Die Erlaubnis, als Kreditinstitut und Bank tätig zu werden, erhielt das Unternehmen 2005. Bereits ein Jahr später wurde die Festgeldsparte eingeführt und erstmals ein Bilanzvolumen von über einer Milliarde Kronen erreicht. Seither ist die BIGBANK – den Namen führte sie erstmals bei einer Zweigstelle in Litauen – kontinuierlich gewachsen und erreichte bereits 2007 die 2,5 Milliarden-Kronen-Marke. Den Schritt Richtung Bundesrepublik wagte der Finanzkonzern 2008. Der Einstieg in das deutsche Festgeldgeschäft erfolgte mit einem Paukenschlag in Form vergleichsweise hoher Zinsen. 2010 kam Österreich als neuer Markt hinzu.

Estnische Einlagensicherung

Sparer, die ihr Geld bei der BIGBANK anlegen möchten, sollten sich allerdings im Klaren darüber sein, dass die Einlagensicherung dem estnischen Sicherungsschema unterliegt. Das System entspricht mit einer Sicherungsgrenze von maximal 100.000 Euro zwar den Vorgaben der Europäischen Union. Das Problem dürfte im Fall der Fälle aber eher sein, die Forderungen auch durchzusetzen. Anleger müssten sich mit der Zentrale des Konzerns in Estland auseinandersetzen. Dass es dabei zu Schwierigkeiten kommen kann – immer abhängig von der finanziellen Lage des Landes – hat die Vergangenheit leider sehr deutlich gezeigt. Grundsätzlich sollte daher nicht mehr Geld investiert werden als abgesichert ist. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die BIGBANK dem lokalen Sicherheitsfonds der Festgeldanlagen angehört.