Unverzinsliche Schatzanweisungen

Bundeswertpapiere

Unverzinsliche Schatzanweisungen sind Bundeswertpapiere mit einer Laufzeit, die in der Regel zwischen drei und maximal zwölf Monaten liegt. Ihre Spezialität erschließt sich bereits aus ihrem Namen. Auf dieses Bundeswertpapier werden zwischen dem Kauf und ihrem Ablauf keinerlei Zinsen gezahlt. Am Ende der Laufzeit wird der Nennwert der unverzinslichen Schatzanweisung ausgezahlt. Die Rendite ergibt sich aus der Differenz aus dem Nennwert und dem verringerten Kaufpreis.

Unverzinsliche Schatzanweisungen werden an der Börse nur im so genannten Freiverkehr gehandelt, der weniger reglementiert ist als der Amtliche und der Geregelte Markt. Zielgruppe für diese Bundeswertpapiere sind vor allem institutionelle Anleger, aber auch Privatanleger können sie erwerben: Möglich ist das für sie allerdings nur über private Kreditinstitute und nicht direkt über die Finanzagentur des Bundes. Andere gebräuchliche Namen für die unverzinslichen Schatzanweisungen sind U-Schätze oder BuBills.

Unverzinsliche Schatzanweisungen kaufen

Der Kauf bei der Emission unverzinslicher Schatzanweisungen ist alleine institutionellen Anlegern vorbehalten. Erst danach kommen Privatanleger zum Zuge. Bei unverzinslichen Schatzanweisungen müssen diese privaten Anleger dann allerdings weder Mindestaufträge noch Höchstanlagesummen berücksichtigen und sind deshalb frei bei der Höhe ihrer Investition. Durch den Kauf bei privaten Kreditinstituten fallen in der Regel Gebühren an. Allerdings können unverzinsliche Schatzanweisungen nach dem Kauf auch in einem Schuldbuchkonto der Finanzagentur aufbewahrt werden. Die Kontoführung ist in diesem Fall kostenlos.

Der Kaufpreis für die unverzinsliche Schatzanweisung liegt unterhalb des Nennwerts. So kauft man beispielsweise eine Unverzinsliche Schatzanweisung mit einem Nennwert von 100 Euro für 97 Euro. Die Rendite am Ablauftag besteht dann aus der Differenz von Nennwert und Kaufpreis und läge in unserem Beispiel bei drei Euro.

Da die Rendite bereits in den Kaufpreis eingerechnet wird, handelt es sich bei unverzinslichen Schatzanweisungen um so genannte Diskontpapiere. Wie sehr sich Kaufpreis und Nennwert bei ihnen unterscheiden, ist unterschiedlich. Für den Bund sind monatlich herausgegebene unverzinsliche Schatzanweisungen ein Instrument zur kurz- bis mittelfristigen Geldaufnahme. Die angebotene Rendite orientiert sich daher auch an den aktuellen Marktbedingungen für derartige Kredite.

Vorzeitiger Verkauf von unverzinslichen Schatzanweisungen

Eine vorzeitige Rückgabe unverzinslicher Schatzanweisungen des Bundes an die Finanzagentur ist nicht möglich. Auch der offizielle Börsenhandel steht nicht für die Suche nach einem Käufer zur Verfügung. Die Laufzeit der unverzinslichen Schatzanweisungen ist nicht sehr lang. Als Privatanleger sollte man sich jedoch bewusst sein, dass ein vorzeitiger Verkauf nur auf einem weitgehend informellen Markt möglich ist, sofern ein passender Käufer gefunden wurde.

Vor- und Nachteile unverzinslicher Schatzanweisungen

Die Rendite unverzinslicher Schatzanweisungen des Bundes ist vorab komplett kalkulierbar. Wie attraktiv sie ist, muss im Vergleich zu anderen kurz- oder mittelfristigen Anlagen (bspw. Tagesgeld oder Festgeld) ermittelt werden. Wer jederzeit über sein angelegtes Geld verfügen möchte, entscheidet sich bei  Bundeswertpapieren besser für die Tagesanleihe. Unverzinsliche Schatzanweisungen sind aufgrund der ausgezeichneten Bonität Deutschlands wie die anderen Bundeswertpapiere eine sehr sichere Geldanlage.

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