Dispokredit umschulden

Alternativen zum teuren Dispo

Dispokredit umschulden

Schnell ist es passiert. Eine unvorhergesehene Ausgabe steht an, für welche die Deckung des Girokontos nicht mehr ausreicht. In diesem Fall wird meistens der von der Bank gewährte Dispositionskredit in Anspruch genommen. Bevor man jedoch vom Dispokredit Gebrauch macht, sollte man sich im Klaren darüber sein, ob dies der beste Weg ist, um den Geldbeutel nicht unnötig zu belasten.

Wann ist die Inanspruchnahme eines Dispositionskredites sinnvoll?

Der Dispositionskredit ist als ein von der Bank gewährter Kurzkredit zu sehen, der in seiner Höhe variabel ist – bis zum vorgeschriebenen Limit. Doch diese Dienstleistung lässt sich das Kreditinstitut meist auch mit hohen Zinsen vergüten. Der bundesweite

Deshalb sollten Sie sich dringend über die Zinspolitik Ihrer Hausbank erkundigen, bevor Sie sich entschließen Ihr Konto zu überziehen.

Bei einem kurzfristigen Liquiditätsengpass kleineren Ausmaßes ist es durchaus ratsam den Dispositionskredit zu beanspruchen. Wenn das Konto schnell wieder ausgeglichen werden kann, sind die zu zahlenden Zinsen zwar immer noch ein Ärgernis, aber für den durchschnittlichen privaten Haushalt zu kompensieren und zu verkraften.

Wann lohnt eher ein Ratenkredit oder Abrufkredit als Dispo-Alternative?

Generell sollte über einen Ratenkredit oder Abrufkredit nachgedacht werden, wenn man sicher weiß, die Überbeanspruchung des Girokontos nicht in kurzer Zeit ausgleichen zu können. Ratenkredite und Abrufkredite werden zu einem effektiven Jahreszins von durchschnittlich 6 bis 7% vergeben, je nach Laufzeit und Kredithöhe und sind meist ab einem Mindestbetrag von 2.500 Euro verfügbar.

Wenn man nun die zinslichen Unterschiede von Dispositionskredit und Ratenkredit, bzw. Abrufkredit gegenüberstellt, sollte man auch in Betracht ziehen, dass die Form des Ratenkredites meist mit einer Mindestlaufzeit von 12 Monaten verbunden ist. Der Abrufkredit ist optional auch außerplanmäßig zu tilgen, diese Möglichkeit lässt sich die Bank aber auch mit einem zusätzlichen Zinsaufschlag von bis zu 5% vergüten.

Gegenüberstellung von Dispositionskredit und Ratenkredit

Wenn man davon ausgeht, dass der Dispositionskredit mit durchschnittlichen Zinsen von ca. 12%, doppelt so teuer ist, wie der Ratenkredit mit ca. 6%, kommt man zu folgendem Ergebnis:

Der Dispositionskredit hat eine geringere Zinsbelastung als der Ratenkredit, wenn dieser in weniger als der Hälfte der gewünschten Mindestlaufzeit des Ratenkredites zurückgezahlt werden kann. Hierbei ist natürlich auch der Zinseszinseffekt (zusätzliche Verzinsung bereits aufgelaufener Kreditzinsen) des Dispositionskredites zusätzlich negativ zu berücksichtigen und je schneller das überzogene Konto ausgeglichen wird, umso höher ist die Ersparnis an Zinskosten.

Der Dispositionskredit hat eine erhöhte Zinsbelastung gegenüber dem Ratenkredit, wenn dieser nicht in weniger als der Hälfte der gewünschten Mindestlaufzeit des Ratenkredites zurückgezahlt werden kann.

Selbstverständlich ist eine individuelle Entscheidung maßgeblich von persönlichen Faktoren und Einkommensverhältnissen abhängig.