Einlagensicherungssysteme

in Deutschland

Die Einlagensicherung in Deutschland basiert auf einer EU Richtlinie und wurde zum 01.08.1998 durch das Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz (EAEG) in deutsches Recht umgesetzt. Seither sind alle bundesdeutschen Banken verpflichtet, sich einer gesetzlichen Entschädigungseinrichtung anzuschließen, um die Anleger bei einer möglichen Zahlungsunfähigkeit abzusichern.

Dabei gilt die Einlagensicherung nur für Sichteinlagen, also beispielsweise Tagesgelkonten, Festgeldanlagen sowie Sparguthaben, Girokonto – und Kreditkarten Guthaben.

Einlagensicherung nur für Privatanleger

Dabei gilt die Einlagensicherung vorrangig für Privatanleger, hierzu zählen beispielsweise:

  • Privatpersonen
  • BGB-Gesellschaften (GbR)
  • eingetragene Vereine
  • Stiftungen
  • kleinere Unternehmen

Welcher Personenkreis der gesetzlichen Einlagensicherung ausgeschlossen ist, kann aus § 3 Abs. 2 EAEG entnommen werden.

Höhe der Einlagensicherung in Deutschland

Ursprünglich sah die gesetzliche Einlagensicherung einen Schutz von Einlagen bis zu 90 Prozent, jedoch bis zu einem Höchstbetrag von 20.000 Euro. Diese Werte wurden mit einer neuen EU-Richtlinie angehoben. Vom 01.07.2009 bis zum 31.12.2010 galt ein 100 prozentiger Schutz für Einlagen bis zu 50.000 Euro. Seit dem 01.01.2011 liegt die Einlagensicherung bei 100.000 Euro zu 100%.

Zuständig für die Einlagensicherung bzw. Verwaltung des Einlagensicherungsfonds ist die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) mit Sitz in Berlin.

Einlagensicherung für alle EU-Staaten seit 2011

Eine Änderung der Einlagensicherungen ist am 01.01.2011 in Kraft getreten. Die EU-Richtlinie 94/19/EC greift und ersetzt die nationalen Gesetze der EU Staaten. Damit wurde die Einlagensicherung der Sparer und Anleger in EU-Mitgliedsstaaten auf jeweils 100.000 Euro erhöht.

Freiwillige Einlagensicherungsfonds der Banken

Die Einlagensicherung geht in Deutschland jedoch noch wesentlich weiter, weil fast alle Banken, Direktbanken und Sparkassen freiwillige Mitglieder in entsprechenden Sicherungsfonds sind. Der Einalgensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken steht beispielsweise allen deutschen Privatbanken offen, wobei eine Mitgliedschaft nicht verpflichtend ist. Hat sich eine Bank jedoch für diesen Schritt entschieden, garantiert sie eine Einlagensicherung in Höhe von 30% des maßgeblichen Eigenkapitals pro Person, was in der Regel einer vollständigen Absicherung gleichkommt.

Auch die öffentlichen Banken verfügen über einen eigenen Einlagensicherungsfonds, der 1994 gegründet wurde und offiziell Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands e.V. heißt. Dieser Sicherungsfonds übernimmt die komplette Einlagensicherung, sofern die Anleger nicht schon komplett durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt werden.

Die Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes deutscher Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) schützt die Einlagen der Kunden angeschlossener Banken zu 100 Prozent, wobei hier auch Inhaberschuldverschreibungen entsprechend abgesichert sind. Darüber hinaus verfügen die Sparkassen über 11 regionale Sparkassenstützungsfonds, die die Einlagen ihrer Kunden ebenfalls zu 100% absichern.

TAGESGELDZINSEN

Cookies ermöglichen eine bestmögliche Bereitstellung unserer Dienste. Diese Cookies sind sicher und speichern keine persönlichen Daten über Sie ab. Mit der Nutzung dieser Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Datenschutzinfo
OK