Einlagensicherung Niederlande

Anleger, die ihr Geld in den Niederlanden beispielsweise in Form von Tagesgeld oder Festgeld investiert haben, profitieren von einer vorbildlichen Einlagensicherung. Sie deckt bereits jetzt 100.000 Euro je Kunde ab, ohne Eigenbeteiligung. Zuständig für die Grundsicherung der Einlagen und die Einhaltung der Vorschriften ist die Collectieve Garantieregeling, kurz CGR.

Werden die strengen Vorgaben missachtet, droht den Banken der Entzug der Lizenz. Für Kunden ebenso wichtig: Die Niederlande gelten finanzpolitisch als sehr solide und werden von Experten auf eine Stufe mit der Bundesrepublik gestellt.

Die Entwicklung der niederländischen Einlagensicherung

Noch bis Oktober 2008 war die niederländische Einlagensicherung nahezu deckungsgleich mit der in der Bundesrepublik Deutschland. Abgesichert waren Sparguthaben bis zu einer Höhe von maximal 20.000 Euro zu 100 Prozent. Bis 40.000 Euro galt eine Deckung von 90 Prozent. Als die ersten Anzeichen der Wirtschaftskrise die Ängste der Verbraucher schürten, reagierte das holländische Finanzministerium sehr schnell. Man entschied sich anfangs für eine Zwischenlösung: Der Einlagensicherungsfonds wurde auf einen Betrag von 100.000 Euro je Kunde erhöht. Gelten sollte der Schutz in dieser Höhe vorerst für ein Jahr.

Niederlande konform mit den EU-Vorgaben ab 2011

Angesichts der weltweit angeschlagenen Wirtschaft wurde die Frist im März 2009 aufgehoben. Nunmehr galten die 100.000 Euro Einlagensicherung bis zum 31. Dezember 2010. Damit bot die Niederlande schon früher einen höheren Schutz als er von der Europäischen Union verlangt wird. Die EU hat Ende 2008 eine Neuregelung auf den Weg gebracht, um Anlegern die Angst vor einer Bankpleite und deren Folgen zu nehmen. Seit Januar 2011 schreibt sie eine Mindesteinlagensicherung von 100.000 Euro zu 100 Prozent vor. Zuvor waren es lediglich 50.000 Euro. Seit dem 01.01.2011 verlangt die EU eine deutlich höhere Einlagensicherung von 100.000 Euro, die der niederländische Einlagensicherungsfonds in vollem Umfang sicherstellt.

Ansprechpartner im Entschädigungsfall

Sollte der Fall eintreten, dass eine Bank Konkurs geht, geschlossen wird oder zahlungsunfähig ist und die Kundengelder nicht mehr zurückzahlen kann, ist De Nederlandsche Bank N.V. Ansprechpartner für alle Betroffenen. Die Kunden müssen die Rückzahlung von sich aus beantragen. Kunden, die auf Fonds oder Wertpapiere gesetzt haben, haben kein Anrecht auf Hilfe über den niederländischen Einlagensicherungsfonds.

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