Dachfonds

Fonds, die in andere Fonds investieren

Die Besonderheit von Dachfonds: Sie investieren in andere Fonds. Sie sind also selbst Anleger bei Fonds wie Aktienfonds oder Rentenfonds. Der Anleger, der in Dachfonds investiert, beteiligt sich dadurch auf einen Schlag an einer ganzen Reihe anderer Fonds. Ein Nachteil dabei können im Vergleich zur Investition in Einzelfonds gestiegene Kosten sein: Schließlich arbeiten die Manager aller Fonds, in deren Anteile ein Dachfonds für seine Anleger Geld investiert, nicht umsonst. Und die Manager des Dachfonds möchten für ihre Arbeit auch Geld sehen.

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Rechtliche Grundlagen bei Dachfonds

Im Prinzip können Dachfonds Anteile aller Investmentfonds für ihr Depot kaufen, die für den Handel in Deutschland eine Zulassung oder Registrierung besitzen. Ein Dachfonds kann sich also beispielsweise dafür entscheiden, das Geld der Anleger in Anteile von in Deutschland zugelassenen offenen Immobilien-, Aktien und Rentenfonds zu investieren. Er ist also nicht an eine bestimmte Art offener Investmentfonds gebunden.

Allerdings muss er Auflagen durch das Finanzmarktförderungsgesetz beachten: So darf er nicht mehr als 20 Prozent seines Fondsvermögens in die Anteile eines einzelnen Fonds investieren. Bei einem Fondsvermögen von 200 Millionen Euro dürfte der Dachfonds „A“ also nicht 50 Millionen Euro in den Aktienfonds „B“ investieren, weil das einem Anteil von 25 % des Fondsvermögens entsprechen würde. Zugleich darf der Dachfonds als Anleger bei einem einzelnen Fonds, in den er investiert, maximal zehn Prozent der vom Fonds ausgegebenen Anteile besitzen.

Dachfonds bieten oftmals breitere Risikostreuung

Die Investition in verschiedene Fonds hat den Vorteil einer noch breiteren Risikostreuung im Vergleich zu Einzelfonds:

  • Ein Aktienfonds investiert in viele verschiedene Aktien, um damit Verluste bei einigen Aktien durch Gewinne bei anderen auszugleichen. Zeigt allerdings die überwiegende Zahl von Aktien in seinem Besitz eine sinkende Tendenz, so schützt diese Risikostreuung nicht vor Verlusten.
  • Bei einem Dachfonds ist die Streuung unter Umständen sehr viel größer. Schwächelt etwa der gesamte Aktienmarkt, so hat das Auswirkungen auf die Aktienfonds-Anteile im Depot des Dachfonds. Sie sinken im Wert. Nehmen wir an, ein Dachfonds besitzt Anteile eines Aktienfonds im Wert von 1 Million Euro und der Wert der Aktien in diesem Fond sinkt um 1 Prozent. Dann sind die Fonds-Anteile nur noch 990.000 Euro wert (1 Million – 1 Prozent von 1 Million). Gleichzeitig verzeichnet der Rentenfonds, in dessen Anteile der Dachfonds ebenfalls eine Million Euro investiert hat, eine Wertsteigerung von 2 Prozent. Dann sind die Anteile fortan 1.020.000 Euro wert (1 Million + 2 Prozent von 1 Million). Die Verluste aus den Aktienfonds-Anteilen werden damit so aufgefangen, dass für den Anleger des Dachfonds ein Plus herausspringt.

Das zeigt den großen Vorteil der Dachfonds. Entscheidet sich der Anleger für eine Geldanlage in einen einzelnen Fonds, so ist die Gefahr gegeben, dass er etwa auf einen Aktienfonds trifft, der in die falschen Aktien investiert hat. Bei Dachfonds sinkt das Risiko im Allgemeinen, dafür sind die Kosten bisweilen höher. Angaben zu geplanten Anlagen, Renditechancen und Kosten finden potenzielle Anleger auch bei Dachfonds in Verkaufsprospekten.

Unterschiede zwischen Dachfonds und Dachfonds

Dachfonds haben jeweils ihre eigenen Schwerpunkte. Einige investieren vor allem in Aktienfonds, andere verstärkt in Rentenfonds mit festverzinslichen Wertpapieren.

In der Regel gilt: Dachfonds mit dem Schwerpunkt auf Anlagen in Aktienfonds bieten Anlegern meistens größere Renditechancen, aber auch höhere Risiken als Dachfonds, die vor allem in Rentenfonds investieren. Bisweilen beschränken sich Dachfonds auch auf eine bestimmte Klassen von Investmentfonds: So investieren Dach-Hedgefonds beispielsweise ausschließlich in Hedgefonds.

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