Geldanlagen - Geld anlegen

Geld zu investieren, ist der einzige Weg, mehr aus seinem Kapital zu machen. Stellt sich nur die Frage, welche Geldanlagen gibt es und was ist dabei zu beachten? Die meisten Sparer wünschen sich eine einfache Geldanlage, die Sicherheit, eine hohe Rendite und Flexibilität bietet.

Für sie kommen in der Regel festverzinsliche Geldanlagen in Frage, bei denen das Risiko so gering wie möglich ist. Hier bieten sich gleich mehrere Optionen wie Tages- und Festgeld an, die ganz ohne Haken und Ösen einen sicheren Zinsgewinn versprechen. Anleger, die sich mehr erhoffen als einen variablen Zinssatz und dafür bereit sind, ein größeres Risiko einzugehen, haben zusätzlich die Möglichkeit, in Wertpapiere wie Fonds zu investieren oder Zertifikate in ihr Portfolio aufzunehmen. Experten empfehlen eine Geldanlage auf breiter Basis, bei der sich Sicherheit und Risiko die Waage halten.

Festgeld »

FestgeldanlageEin Klassiker unter den Geldanlagen ist und bleibt das Festgeld. Es vereint eine hohe Rendite mit absoluter Sicherheit und spricht vor allem Kunden an, die langfristig denken und einen festen Betrag investieren wollen. Dabei bietet eine Festgeldanlage dank Laufzeiten von wenigen Tagen bis mehreren Jahren zusätzlich den Vorteil, relativ flexibel planen zu können. Die Voraussetzungen sind relativ einfach: Verlangt wird in der Regel ein Mindestbetrag, der für einen gewissen Zeitraum fest angelegt wird. Was danach mit dem Geld geschieht, ob es erneut angelegt wird oder ausgezahlt werden soll, entscheidet der Kunde.

Tagesgeld »

TagesgeldkontoAbsolut freie Hand haben Sparer, die ihr Kapital als Tagesgeld anlegen. Es gibt weder Vorschriften bezüglich einer Mindesteinlage - wenn, dann nur in sehr wenigen Ausnahmefällen - noch zur Laufzeit. Das Geld kann ganz nach Belieben angelegt oder abgehoben werden. Damit erinnert ein Tagesgeldkonto vor allem an ein modernes Sparbuch, das online geführt wird. Die flexible Handhabe und die hohe Verzinsung des Guthabens haben Tagesgeld in den vergangenen Jahren zu einer der beliebtesten Geldanlagen werden lassen, gerade bei Anlegern, die das übliche Risiko an der Börse scheuen.

Bundeswertpapiere »

BundeswertpapiereBundeswertpapiere versprechen hohe Sicherheit und eine krisenfest Rendite ohne Sternchentexte. Dabei haben Anleger gleich in mehrerlei Hinsicht die Qual der Wahl. Denn Bundeswertpapiere beschränken sich nicht ausschließlich auf die weithin bekannt und mittlerweile seit 40 Jahren erhältlichen Bundesschatzbriefe, sie umfassen ein breit gestreutes Portfolio mit unterschiedlichsten Laufzeiten. Die Spanne reicht von einem Tag bis hin zu 30 Jahren, wobei der Schwerpunkt grundsätzlich auf sicherheitsorientierten Investments liegt. Angeboten werden über die Finanzagentur - offiziell Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH - Tagesanleihen, Bundesschatzbriefe, Bundesobligationen, Finanzierungsschätze, Bundesanleihen, Bundesschatzanweisungen, inflationsindexierte Anleihen und Obligationen, unverzinsliche Schatzanweisungen sowie eine US-Dollar-Anleihe.

Einlagensicherung »

EinlagenschutzDie Sicherheit der Einlagen gehört für Anleger neben der Rendite inzwischen zu den wichtigsten Auswahlkriterien. Einlagensicherung besagt dabei nichts anderes, als dass die von den Kunden investierten Gelder auch bei einer Pleite der Bank erhalten bleiben und nicht verloren sind. Um diesen Schutz zu gewährleisten, gibt es unterschiedliche Systeme, die sich grob in die gesetzliche und die freiwillige Einlagensicherung gliedern lassen. Die Mindestvorgaben für die gesetzlichen Sicherungssysteme, insbesondere zum abgesicherten Betrag, der sogenannten Sicherungsgrenze, stammen im Euroraum von der EU. Die freiwilligen Sicherungsfonds dienen als Ergänzung und unterliegen eigenen Richtlinien, die mehrheitlich einen 100-prozentigen und nahezu unbegrenzten Schutz vorsehen.

Fonds »

FondsFonds sind eine Form der Geldanlage, die etwas mehr Wissen vom Anleger verlangen. Ihre Rendite richtet sich nach den Märkten und wird sehr stark von aktuellen Trends geprägt. Das kann dazu führen, dass der Wert der gekauften Fonds oder Fondsanteile deutlich schwankt. Dafür versprechen die Wertpapiere auf lange Sicht einen deutlich höheren Gewinn als festverzinsliche Geldanlagen. Entscheidend ist, dass man Geduld hat - das gilt insbesondere bei Fondssparplänen. Durch den regelmäßigen Kauf von Anteilen ergibt sich der so genannte Cost-Average-Effekt, der die Kursschwankungen auffängt, indem bei einer Flaute günstig Anteile erworben werden, die bei einem hohen Kurs entsprechend Rendite bringen.

Zertifikate »

ZertifikateInteressant für alle, die es abwechslungsreich mögen und alle Möglichkeiten der internationalen Börsen für ihre Geldanlage nutzen möchten, sind Zertifikate. Sie präsentieren sich in einer Vielzahl von Ausprägungen und lassen beinahe keine Wünsche offen. Steigende oder fallende Kurse, Rohstoffe, Aktien oder Devisen sind nur einige Optionen, auf die man mit Zertifikaten setzen kann. Das heißt nicht, dass Zertifikate grundsätzlich risikoreich sind. Es gibt durchaus auch Varianten mit Garantien.

Abgeltungssteuer »

AbgeltungssteuerEines der unangenehmen Themen, mit denen sich Sparer und Anleger befassen müssen, ist die Versteuerung ihrer Gewinne. Dabei gilt: Einkünfte aus Kapitalvermögen – ob nun Tagesgeld, Festgeld oder Sparplan – sind grundsätzlich steuerpflichtig und unterliegen seit 2009 der Abgeltungssteuer. Sie brachte einige Neuerungen: So werden die Steuern auf Kapitalerträge seither nicht mehr mit dem persönlichen Steuersatz, sondern pauschal mit 25 Prozent plus 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer berechnet und direkt von der Bank an das Finanzamt abgeführt. Beibehalten wurde ein Freibetrag, der sogenannte Sparerpauschbetrag, von 801 Euro (1.602 Euro bei Ehepaaren), bis zu dem Gewinne steuerfrei bleiben, sofern ein Freistellungsauftrag vorliegt.

Statt einseitig auf Sicherheit oder nur auf eine hohe Rendite bedacht zu sein, empfiehlt es sich, bei der Geldanlage etwas breiter zu streuen und Schwerpunkte zu setzen. Bei sicherheitsorientierten Anlegern hieße das zum Beispiel, Fest- und Tagesgeld um einen Fondssparplan zu erweitern.

Angesichts der Vielzahl an Optionen sollte es kein Problem sein, ein ausgewogenes Portfolio zu erstellen und es im Laufe der Zeit den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Hierbei gilt die Faustregel: Mit zunehmenden Alter sollte der Wertpapieranteil nach und nach zurückgefahren werden.

Letztlich kommt es darauf an, wie viel Geld zur Verfügung steht. Denn selbst für kleine Beträge gibt es Geldanlagen mit sehr guter Rendite.

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