Bürgerkonto

Um jedem Bürger in Deutschland die Möglichkeit zu bieten, am bargeldlosen Zahlungsverkehr teilzunehmen, bieten die Sparkassen seit einigen Monaten das Bürgerkonto. Dieses wird auf Guthabenbasis geführt und kann auch von Personen mit negativen Schufa-Einträgen eröffnet werden.

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Girokonto für Jedermann

Bereits seit Jahren haben sich die Banken in Deutschland freiwillig verpflichtet, ein „Girokonto für Jedermann“ zu führen, dass auch bei Schufa-Einträgen, im Insolvenzfall sowie bei bestehenden Pfändungen genutzt werden kann. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass viele Banken die Eröffnung eines solchen Kontos ablehnen. Die Sparkassen haben daher im Oktober 2012 das Bürgerkonto ins Leben gerufen. Die Sparkassen verpflichten sich hiermit, jedem Bürger unabhängig seiner Nationalität oder der Staatsangehörigkeit ein Girokonto zur Verfügung zu stellen, mit dem bargeldlose Buchungen, Lastschriften und Daueraufträge ausgeführt werden können.

Leistungen des Bürgerkontos

Das Bürgerkonto ist ein klassisches Kontokorrentkonto und steht dem „normalen“ Girokonto somit in nichts nach. Kontoinhaber können mit diesem Konto somit Lohn- und Gehaltsbuchungen sowie Kindergeld und Renten als Eingänge verbuchen. Zudem sind Lastschriften, Überweisungen und Daueraufträge jederzeit möglich. Zudem erhält jeder Kontoinhaber eine SparkassenCard. Mit ihr können Kontoinhaber ihre Kontoauszüge am Bankterminal ziehen, in Geschäften bargeldlos bezahlen und natürlich auch Geld am Geldautomat abheben.

Unterschiede zum klassischen Girokonto

Obwohl das Bürgerkonto in vielen Punkten dem „normalen“ Girokonto ähnelt, gibt es doch Unterschiede. So ist etwa die Einrichtung eines Dispositionskredites nicht möglich, denn das Konto wird auf Guthabenbasis geführt. Lastschriftbeträge, die den vorhandenen Guthabenbetrag übersteigen, werden mit dem Vermerk „mangels Deckung“ zurückgebucht.

Zusätzlich besteht auf Wunsch die Möglichkeit, das Bürgerkonto als Pfändungsschutzkonto zu führen. Dieses Konto ermöglicht die Verfügung im Rahmen der Pfändungsfreibeträge auch dann, wenn Kontopfändungen bei der Sparkasse eingehen. Auch die Führung als Insolvenzkonto ist mit vorhandener Freigabe des Insolvenzverwalters möglich.

Kosten des Bürgerkontos

Grundsätzlich fallen für ein Bürgerkonto keine zusätzlichen Kosten an. Die Sparkassen dürfen Gebühren lediglich in Höhe eines vergleichbaren Kontos berechnen. Wer sich für das Bürgerkonto interessiert, sollte daher das Preis-Leistungs-Verzeichnis der Sparkasse prüfen und das entsprechende Kontomodell vorab auswählen. In vielen Fällen ist es möglich, durch die Wahl eines Online-Kontos, bei dem die Kontoführung über das Internet erfolgt, Kosten zu sparen. Auch die Umstellung auf das Pfändungsschutzkontos ist kostenfrei.

Bürgerkonto eröffnen

Ein Sparkassen-Bürgerkonto kann jede natürliche, volljährige Person eröffnen, die im Geschäftsgebiet der jeweiligen Sparkasse ansässig ist. Für die Kontoeröffnung ist lediglich ein gültiger Personalausweis notwendig.

Die Ablehnung der Kontoeröffnung darf nur in wenigen Fällen und nur aus wichtigem Grund erfolgen. Ein solch wichtiger Grund ist beispielsweise die missbräuchliche Verwendung von Bankprodukten oder auch die Nichtzahlung von Kontoführungsgebühren. Sollte die Kontoeröffnung abgelehnt werden, muss die Sparkasse die Gründe allerdings schriftlich darlegen und den Kunden in einem Brief hierüber informieren.

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