Elterngeld zur finanziellen Überbrückung bei Kindesgeburt

ElterngeldDie Bundesregierung hat zum 01.01.2007 das Elterngeld eingeführt, welches das bisherige Erziehungsgeld ablöst. Diese Regelung soll Eltern den Berufsausstieg zur Kindererziehung oder das Reduzieren der Wochenarbeitsstunden auf maximal 30 ermöglichen. Somit die optimale Lösung, Kind und Beruf unter einen Hut zu bekommen, ohne finanzielle Einbußen hinnehmen zu müssen.

Anspruch

Alle Eltern, deren Kinder nach dem 30.12.2006 (Stichtag) zur Welt gekommen sind, haben automatisch Anspruch auf das neue Elterngeld.

Förderungsdauer

Das Elterngeld wird für einen Zeitraum von zwölf Monaten gewährt und kann auf 14 Monate verlängert werden, wenn sich beide Elternteile dazu entschließen, beruflich kürzer zu treten. Wie die Eltern die 14 Monate unter sich aufteilen bleibt ihnen selbst überlassen. Weiterhin besteht die Möglichkeit, den Zeitraum des Bezuges von Elterngeld zu verdoppeln, jedoch werden dann auch die monatlichen Zahlungen halbiert, so dass bei beiden Varianten am Ende das gleiche Ergebnis erscheint.

Höhe des Elterngeldes

Die Höhe des Elterngeldes richtet sich nach dem zuletzt bezogenen Nettogehalt und beträgt 67 % des Durchschnitts aus den letzten zwölf Nettoauszahlungen, jedoch höchstens 1.800 monatlich Euro.

Haben Eltern aufgrund von Bezug von Sozialleistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) kein Arbeitseinkommen nachweisen, so wird ein einkommensunabhängiger Betrag von 300 Euro je Kind gezahlt. Diese Regelung trifft auch auf Studenten und Hausfrauen/ Hausmänner zu.

Beim Bezug von anderen Sozialleistungen bleibt das Elterngeld anrechnungsfrei.

Geschwisterbonus

Unabhängig vom Alter der Geschwisterkinder erhalten die Eltern für jeweils zwei unter dreijährige Geschwister oder drei unter sechsjährige Geschwister einen so genannten Geschwisterbonus. Dieser beträgt 10 Prozent des Elterngeldes, jedoch mindestens 75 Euro monatlich je Geschwisterkind.

Weiterführende Links:

Staatlich anerkannte Beratungsstellen für Schwangerschaftsfragen

Bildquelle: rupbilder / fotolia.de