Sichere Geldanlage: Tagesgeld und Festgeld

Sicherheit von Tagesgeld und FestgeldBankguthaben gehört heute für weite Teile der Bevölkerung zur Selbstverständlichkeit. Selten macht man sich Gedanken darüber, dass es sich hierbei ebenfalls um eine Form der Geldanlage handelt. An dieser Stelle drängt sich automatisch die Frage auf, wie das Kapital vor Verlusten geschützt wird. Sowohl ein Tagesgeldkonto als auch das Festgeldkonto machen hier keine Ausnahme. Ist ein Kreditinstitut von einer Insolvenz bedroht, greifen mehrere Schutzmechanismen, mit denen verhindert werden soll, dass ein großer Teil des Bankguthabens verloren geht. Sie gehören in vielen Industrienationen inzwischen zum Standard. Diese Maßnahmen lassen sich in gesetzliche und freiwillige Sicherungen unterscheiden.

Für die Mitgliedsstaaten innerhalb der europäischen Union dienen die Richtlinien EGRL 19/94 und 9/97. Allerdings haben die einzelnen Länder das Regelwerk recht unterschiedlich ausgelegt und in eigenen Gesetzen untergebracht. Innerhalb der Bundesrepublik Deutschland gilt das Einlagensicherung- und Anlegerentschädigungsgesetz. In diesem werden die Mindestanforderungen an das Einlagensicherungssystem festgeschrieben. Für den Fall, dass die Insolvenz eines Kreditinstitutes festgestellt wird, schreibt der Gesetzgeber die Einlagensicherung von 100% der Forderung vor. Allerdings nur bis zu einem Wert von 100.000 Euro. Weiterhin wird von Seiten der Bundesregierung vorgeschrieben, dass die Banken Mitglied einer sogenannten Entschädigungseinrichtung sein müssen, aus der bestehende Forderungen gedeckt werden können. Bei diesen gesetzlichen Sicherungssystemen handelt es sich um nicht rechtsfähiges Sondervermögen, welches bei der KfW geführt wird.

Daneben existieren zusätzlich freiwillige Einlagensicherungen der Kreditanstalten. Diese Einlagensicherungsfonds sind die zweite Stütze, wenn es darum geht das Bankguthaben der Kunden zu sichern. In diese Fonds müssen angeschlossene Banken jedes Jahr einen bestimmten Beitrag einzahlen, der sich nach dem erzielten Jahresumsatz richtet. Mitglieder der freiwilligen Einlagensicherungsfonds haften mit 30% des Eigenkapitals. Allerdings erwächst hieraus kein Rechtsanspruch für Gläubiger. Gerade in Krisenzeiten ist es unsicher, ob eine Leistung auch wirklich erfolgt. Von einem Einlagensicherungsfonds unberührt bleiben Kapitalanlagen in Form von Wertpapieren, diese werden durch Banken nur verwahrt. Die Leistungen beziehen sich nur auf Bankguthaben und Spareinlagen.

Festgeld Sicherheit

Wer sich hinsichtlich der Sicherheit einer Geldanlage in Festgeld Sorgen macht, kann ganz beruhigt sein, denn ein Festgeldkonto gehört mit zu den sichersten Anlagen überhaupt. Zumindest bei deutschen Banken beträgt die Einlagensicherung für das Festgeld und Tagesgeld 100%, was so viel bedeutet, dass man auch im Insolvenzfall der Bank sein Kapital voll und ganz zurückerstattet bekommt.

In der EU sind Spareinlagen, zu denen neben dem Sparbuch auch das Tagesgeld und Festgeld zählen, gesetzlich zu 100% bis 100.000 EUR abgesichert. Darüber hinaus sind fast alle deutschen Großbanken einem Einlagensicherungsfonds beigetreten, der für eine völlige Absicherung sorgt. Im Ausland kann dies von Fall zu Fall jedoch anders aussehen, so dass man sich vor einer entsprechenden Investition genau über die Einlagensicherung informieren sollte.

Neben der Sicherheit der Einlagen kann man sich jedoch auch bei den Festgeld Zinsen voll und ganz darauf verlassen, dass diese über die gesamte Laufzeit konstant bleiben. Wer also zu einem bestimmten Zeitpunkt ein Festgeldkonto mit attraktiven Zinsen eröffnet hat, braucht sich um aktuelle Zinsschwankungen auf den Kapitalmärkten nicht zu kümmern, denn er bekommt den vereinbarten Zins bis zum Ende der Laufzeit garantiert. Dies kann vor allem immer dann eine besonderes hohe Rendite bedeuten, wenn die Marktzinsen in der Zwischenzeit gesunken sind.

Betrachtet man die Sicherheit von Zins und Einlagen in Kombination, so muss man sagen, dass das Festgeld in Sachen Sicherheit auf jeden Fall zu den stärksten Geldanlagen auf dem Finanzmarkt gehört. Um die aktuellen Konditionen der verschiedenen Festgeldanbieter im Überblick zu sehen, nutzen Sie am besten einen Festgeldvergleich, mit dem Sie schnell herausfinden, wo sie am meisten Rendite erzielen können.

Die nachfolgende Tabelle zeigt Ihnen, in welcher Höhe und über welchen Einlagensicherungsfonds Ihr Kapital bei den Direktbanken aus unseren Vergleichen abgesichert ist:

Einlagensicherungssysteme der Direktbanken

Bank Einlagenschutz

je Kunde

Mitglieder des Sparkassenstützungsfonds des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes
1822direkt unbegrenzt
Mitglieder des Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes öffentlicher Banken
Deutsche Kreditbank unbegrenzt
Mitglieder des Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken
Cortal Consors 45 Mio. EUR
comdirect 108,27 Mio. EUR
Commerzbank 6,93 Mrd. EUR
DAB Bank 28,51 Mio. EUR
Deutsche Bank ca. 10 Mrd. EUR
GE Capital Direkt 118 Mio. EUR
ING-DiBa 1,18 Mrd. EUR
Mercedes-Benz Bank 290 Mio. EUR
netbank 8,42 Mio. EUR
norisbank 53 Mio. EUR
Postbank 1,21 Mrd. EUR
Volkswagen Bank 1,12 Mrd. EUR
wüstenrot 125,91 Mio. EUR
Targobank 220,27 Mio. EUR
Anbieter mit britischer Einlagensicherung
Bank of Scotland 100.000 EUR
Anbieter mit niederländischer Einlagensicherung
Credit Europe Bank 100.000 EUR
Letzte Aktualisierung am 31.12.2010. Angaben ohne Gewähr.

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