Autofahren im Winter: das sollten Sie wissen!

Autofahren im Winter: das sollten Sie wissen!

Verschneite Straße

Der Winter kommt in den nächsten Tagen noch einmal zurück. Sehr zum Ärger vieler Autofahrer, die mit Behinderungen und Problemen rechnen müssen. Wer kann, der lässt das Auto stehen. Was aber tun, wenn es doch einmal gefährlich wird auf den Straßen?

Vor der Fahrt

Bereits vor der Fahrt sollten Autofahrer ihr Auto optimal auf die widrigen Bedingungen vorbereiten. Scheiben müssen vollständig von Schnee und Eis befreit sein und auch das Dach des Autos sollte vom Schnee befreit werden. Denn löst sich bei der Fahrt eine Schneeschicht von ihrem Auto und kommt es infolgedessen zu einem Unfall, so kann sie eine Mitschuld treffen.

Winterreifen M+S

Reifen müssen bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte die Eigenschaften der Richtlinie 92/23/EWG erfüllen. Dies trifft für alle Winter- oder Ganzjahresreifen mit der Kennzeichnung M+S zu. Einen festen Zeitraum gibt es für die Winterreifenpflicht übrigens nicht.

Bußgeld droht

Wer bei den genannten Straßenbedingungen nicht mit M+S Reifen unterwegs ist, der riskiert ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro und einem Punkt in Flensburg. Kommt es zu einer Behinderung des Verkehrs, muss man mit einem Punkt im Fahreignungsregister rechnen sowie einem Bußgeld von 80 Euro.

Vorsichtig fahren

Um sicher durch den Verkehr zu kommen, sollte man bei schwierigen Straßenbedingungen einige grundlegende Tipps beherzigen. Der ADAC empfiehlt bei rutschigen Straßen beispielsweise behutsam Gas zu geben und mit einem möglichst hohen Gang zu fahren. So kann ein Durchdrehen der Räder verhindert werden.

Was tun, wenn es doch mal kracht?

Aber was ist zu tun, wenn es doch einmal auf schnee- oder eisglatter Straße kracht? Die Straßenverkehrsordnung gibt unmissverständlich vor: wer fährt, muss sein Fahrzeug jederzeit beherrschen und seine Geschwindigkeit entsprechend anpassen. Kommt das Auto also wegen glatter Straßen ins Rutschen oder verliert man als Fahrer kurzzeitig die Kontrolle über sein Auto, so trägt man regelmäßig eine Mitschuld am Unfall.

Auf alles vorbereitet sein

Autofahrer müssen grundsätzlich auf alles vorbereitet sein und gerade im Winter die Fahrweise entsprechend anpassen. Wenn es erforderlich ist, muss das Auto auch einmal geparkt oder in Schrittgeschwindigkeit bewegt werden, denn wer sein Auto nicht mehr lenken oder anhalten kann, den trifft bei Unfällen eine Mithaftung. Eine Haftung entfällt im Übrigen auch nicht bei Blitzeis. Oftmals wird irrtümlich angenommen, dass in diesen Fällen eine eigene Haftung wegen höherer Gewalt ausgeschlossen ist.

Schäden bei der Versicherung anzeigen

Bei selbstverschuldeten Unfällen zahlt in der Regel die Vollkasko– oder Teilkaskoversicherung. Um späteren Ärger mit der Versicherung zu vermeiden, sollten mögliche Schäden sowie der Unfallhergang gut dokumentiert und der Unfall von der Polizei aufgenommen werden.

Sind auf dem Fahrzeug Sommerreifen montiert, kann es zu erheblichen Problemen mit der Kaskoversicherung kommen. Dies gilt auch für die Kfz-Haftpflichtversicherung, die bei der Benutzung von Sommerreifen regelmäßig eine Mithaftung annimmt.

Wichtige Nummer speichern

Um im Falle eines Unfalls gut gerüstet zu sein, sollte man die wichtigsten Telefonnummern in seinem Mobiltelefon gespeichert haben. Ob dies der Pannendienst, die Hotline der eigenen Versicherungsgesellschaft oder die Nummer der Polizei ist, in Stresssituation ist ein schneller Zugriff auf solche Notfallnummern unersetzlich.

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