Dispokredite weiterhin zu teuer – trotz EZB-Leitzinssenkung

Dispokredite weiterhin zu teuer – trotz EZB-Leitzinssenkung

Um der Krise im Euro-Raum entgegenzuwirken, hat die Europäische Zentralbank den Leitzins kürzlich auf ein Rekordtief von 0,50% gesenkt. Damit können sich Banken bei der Notenbank so günstig Geld leihen wie noch nie. Nun sollte man meinen, dass diese Zinssenkung auch an Kunden weitergegeben wird, in Form günstigerer Kredite. Das trifft nur bedingt zu, insbesondere die Zinsen für Dispokredite liegen weiterhin auf einem hohen Level – nicht selten im zweistelligen Bereich.

Nur vier Banken senken Dispozins

Nach einem Bericht der BILD-Zeitung haben bislang nur vier Banken ihre Dispozinsen abgesenkt. Zwei weitere wollen zum 1. Juli nachziehen. In der restlichen Bankenlandschaft sieht man keine Veranlassung zur Verbilligung der Dispositionskredite, da die Verzinsung nicht an den EZB-Leitzins gekoppelt ist.

Durchschnittlich beträgt der Dispozins aktuell 10,51% Prozent. Finanzexperte Max Herbst, Inhaber der FMH-Finanzberatung, hält dagegen höchstens 9,00 Prozent für angemessen.

Anlagezinsen fallen meist schneller

Wenn es um die Senkung der Zinsen für Sparkonten, etwa Tagesgeld, Festgeld oder Sparbücher geht, sind die Banken meist nicht so schüchtern mit der Weitergabe der EZB-Leitzinssenkung an die Kunden. Hier erfolgen die Zinsapassungen meist analog zum Leitzins oder sehr zeitnah. Immerhin geht es hier um das Geld, welches Banken Sparern bezahlen müssen …

Foto: © Sport Moments – bigstockphoto.com

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