Ab 2011 neue Typklassen bei jedem dritten Fahrzeug
Für rund ein Drittel der in Deutschland zugelassenen Pkw-Modelle ändert sich zum Jahreswechsel die Typklasseneinstufung. Im Bereich der Vollkasko und Teilkasko sind sogar einige Modelle mehr betroffen. Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilt, werden die Fahrzeuge lediglich eine Klasse ab- oder heraufgestuft.
Jährlich zum 1. Oktober passt der Verband bei mehr als 20.000 Automodellen die Versicherungseinstufungen an. Dabei werden Fahrzeuge hochgestuft, die beispielsweise häufig in Unfälle verwickelt waren oder aber gestohlen wurden. Die Kfz-Versicherungsprämie ändert sich bei Fahrzeugen mit unauffälligem Schadensgeschehen nach unten.
Über niedrigere Prämien können sich unter anderem Besitzer eines Ford Fiesta 1.2 mit 60 kW/82 PS freuen. In der Haftpflichtversicherung wird der Kleinwagen nun drei Klassen besser eingestuft. Drei Klassen schlechter eingestuft und damit teurer wird hingegen der BMW 330d mit 170 kW/231 PS. Der Renault Megane sowie der Hyundai i30 verbessern sich bei der Vollkasko, während sich der Toyota iQ und der Ford Ka verschlechtern. Bei der Teilkasko profitieren Halter eines Kia Retona oder Dacia Logan, während Besitzer eines VW California oder einige Versionen des Mercedes SL teurer werden.
Doch insgesamt werden nur wenige Fahrzeugmodelle deutlich teurer oder günstiger. Bei Neuverträgen gilt die Einteilung ab 1. Oktober. Laufende Verträge werden zum 1. Januar 2011 angepasst. Wer einen Anbieterwechsel in Betracht zieht, sollte seine alte Versicherung bis Ende November gekündigt haben.

