Auto
Ab 8 Punkten in Flensburg müssen Verkehrssünder laufen
Wer heute rast oder eine rote Ampel übersieht, muss mitunter nicht nur tief ins Portemonnaie greifen, sondern darf auch längere Zeit zu Fuß gehen. Denn – wie viele Autofahrer wissen – ist ab 18 Punkte im Verkehrsregister in Flensburg der Führerschein weg. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer von der CSU will die Daumenschrauben für Verkehrssünder aber noch weiter anziehen.
In den Reformplänen des Ministers ist unter anderem eine deutliche Absenkung der Obergrenze für Verkehrssünder enthalten. Werden dessen Pläne verabschiedet und treten als Gesetz in Kraft, muss in Zukunft bereits ab acht Punkten gelaufen werden. Allerdings will Peter Ramsauer den Autofahrern an anderer Stelle auch entgegenkommen.
Punkte verjähren einzeln
Bisher war es so, dass Punkte nicht einzeln verjähren. Wer innerhalb einer Frist von zwei Jahren sich hat neue Verstöße zuschulden kommen lassen, vermehrte das Punktekonto in Flensburg. Damit soll in Zukunft allerdings Schluss sein, die Punkte verjähren dann einzeln. So werden Kategorie-1-Verstöße (1 Punkt) bereits nach 12 Monaten aus dem Register gelöscht.
Wer sich allerdings einen Verstoß aus der Gruppe 2 (2 Punkte) einfängt, muss wie bereits üblich zwei Jahre warten. Was der Verkehrsminister noch reformieren will, ist die Zahl der Punkte für die einzelnen Verstöße. Wer heute beim Rasen erwischt wird, muss noch mit 3 Punkten rechnen. Nach den neuen Plänen soll es dafür nur noch einen Punkt geben.
Allerdings werden – und dies dürfte manchen Autofahrer stören – die Bußgelder in der Reform deutlich angehoben. Kritiker bemängeln unter anderem, dass Verkehrssicherheit nicht an den Reglungen in Flensburg scheitert, sondern an der Überwachung, die man stattdessen weiter ausbauen sollte.
Weiterführende Informationen: www.fahreignungsregister.info

