Absolute Capital absolut im Keller

Panik nach dem Abgang von Unternehmer und Großinvestor Florian Homm. Nach seinem Ausscheiden haben auch andere Investoren aus dem Fonds der Absolute Capital mehr als 100 Millionen Dollar entzogen. Nach diesen panikartigen Verkäufen hat die Fondsgesellschaft bereits mitgeteilt keine weiteren Anteile mehr zurück zu nehmen.

Grund für diesen dramatischen Verlauf ist eine vorläufige Analyse, die ergeben haben soll, das insgesamt sieben der acht Absolute Capital-Fonds so investiert wurden, dass nach aktuellen Stand ihr Wert bei einem Verkauf nicht mehr realisiert werden könnte. Grund: Illiquidität! Florian Homm verwalte zwischen 440 und 530 Millionen des Fondsvermögens, was insgesamt auf 2,1 Milliarden Dollar geschätzt wird.

Damit nicht alles wie ein Kartenhaus in sich zusammen bricht, soll es nun eine Umstrukturierung, respektive eine Restrukturierung geben. Vermögenswerte sollen getrennt werden und neue Anteile ausgegeben werden. Zudem werden die Anteile der Fonds für insgesamt 12 Monate eingefroren. Über diesem Zeitraum hinweg soll die Krise dann abgewendet werden.

Die Aktie des Unternehmens befindet sich im freien Fall und hat binnen weniger Stunden bereits 73 Prozent ihres Werts verloren. Gründer der Gesellschaft Florian Homm hatte sich zwar überraschend zurück gezogen, doch spielten offenbar nicht nur wirtschaftliche Gründe eine Rolle, sondern auch persönliche, emotionale Gründe. Florian Homm nahm seinen Hut, wie auch im Juli bereits Gründungsmitglied Sean Ewing. Es ist bereits Homms zweiter Ausstieg aus dem Unternehmen. Vor sechs Jahren hatte er schon einmal das Handtuch geworfen, war aber schnell wieder an seinen Schreibtisch zurück gekehrt.

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