Absolute Return – wirklich sicher?
Die Redenwendung von den Mutigen, denen angeblich das Glück an der Börse und bei anderen Investitionen hold ist, wurde zweifelsohne von der Finanzmarktkrise einleuchtend widerlegt.
Aus diesem finden Geldanlage – Produkte aus dem Umfeld der Börse allmählich wieder mehr Gehör bei deutschen Anlegern, insbesondere Ansätze wie Absolute-Return-Modelle erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Und das schon allein deshalb, weil hier den Aussagen der Experten nach die Erträge absehbar sind.
Auch dann, wenn es an der Börse gerade drunter und drüber geht. Die Lage auf dem Parkett beeinflusst die Versprechen für die Leistung der so genannten Total-Return-Fonds kaum. Die Risiken für einen Verlust sind gering.
Nie zuvor waren solche Sicherheiten und feste Versprechen bei der Suche nach einer passenden Geldanlage so gefragt wie jetzt. So erklärt es sich, dass in Zeiten, in denen man sich als Anleger auf Zusagen bei Anleihen und Aktien aus den verschiedenen Bereichen nicht verlassen will, die Angebotspalette der Fonds mit „absolute Return“-Garantie weiter wächst.
Allein in den ersten drei Jahresquartalen sind laut Bundes Bundesverbands „Investment und Asset Management“ fast 130 zusätzliche Fonds im besagten Marktsegment entstanden. Doch der Schein trügt, dass bei den Total-Return-Angeboten wirklich keine Verluste entstehen können. So hat die Ratingagentur Morningstar in ihrer Übersicht über 233 Absolute Return-Fonds feststellen müssen:
Wirkliches Plus haben nur etwa 90 Anbieter erreicht. Von diesen konnten knapp 30 das Minimum von 3,5% realisieren. Als Geldanlage wäre ein Tagesgeldkonto mitunter erfolgreicher gewesen als die angeblich so lukrativen Fonds.

