Ackermann fordert vom Staat schnellen Rückzug aus Bankensektor

In einem Brief, in dem sich Ackermann als Chef des Weltbankenverbands IIF an die 20 wichtigsten Nationen richtete, forderte er, dass der Staat nach den Hilfsaktionen möglichst schnell wieder seinen Rückzug aus dem Bankensektor planen solle.

Es sei zwar richtig gewesen, in der Krise das System vor einem Zusammenbruch zu retten, jedoch dürfe das kein Aufruf zu einer Überregulierung oder einem verstärkten staatlichen Engagement im Bankensektor sein, schrieb Ackermann weiter. Außerdem sollten die Schwellenländer zukünftig mehr Mitspracherecht in der internationalen Wirtschafts- und Finanzpolitik erhalten. Dies könne einerseits über eine Erweiterung der G7 geschehen, oder aber durch eine bessere Einbindung der G20.

Ein weiterer Punkt in dem Brief ist die Stärkung des Internationalen Wirtschaftsfonds (IWF), der definitiv eine bessere Kapitalausstattung benötige. Gerade deshalb sollten Staaten wie China oder Japan, die über große Reserven verfügten, hier tätig werden.

Der Brief ist an die 20 wichtigsten Industrie- und Schellenländer gerichtet, weil diese am Wochenende in Washington beraten wollen, wie man künftig solche Finanzkrisen verhindern kann. Es bleibt abzuwarten, was sich auf diesem Treffen entwickelt und ob die Finanzaufsicht zukünftig gestärkt werden kann.

Diese Themen könnten Sie auch interessieren

  • Kanzlerin im Clinch mit Banken
  • Europäische Banken wollen sich verstärkt von staatlicher Mitsprache lösen
  • Banken an die kurze Leine? G20 planen Maßnahmen
  • US Banken zahlten 2008 Boni in Milliardenhöhe
  • Deutschland wehrt sich gegen Basel III
  • Banken mit optimistischer Wirtschaftsprognose
  • Banken fordern weitere staatliche Hilfen für Verbriefungsgeschäft
  • EU plant Notfallpläne und Stresstests für alle Großbanken
  • Verbraucher sind mit Vergabe von Krediten eher zufrieden
  • Banken beraten weiterhin oft mangelhaft