Aktien in Deutschland offenbar “out”
Für alle die am vergangenen Montag bereits alle Aktien aus ihrem Depot getilgt hatten, war es sicherlich die Zeit eines erleichterten Seufzers. Ein gewaltiger Kurssturz brachte das Frankfurter Parkett zum wackeln und Entwicklungen wie diese sind es, die offenbar schon einige Monate für einen Negativtrend bei Aktienkäufen sorgen. Verunsicherung bei privaten Anlegern ist Gift für das Geschäft und bereits das zweite Halbjahr 2007 verzeichnete den niedrigsten Stand des privaten Aktienbesitzes seit elf Jahren. Die Entwicklung sei, so Experten, dramatisch und noch lange nicht vorbei.
Weiterhin ist die drohende Abgeltungssteuer ebenso Gift für die Konjunktur am Aktienmarkt. Anleger wissen offenbar nicht genau wie hoch die steuerliche Belastung werden wird und so entziehen sich viele dem Risiko durch den kompletten Verkauf aller Aktien und sorgen für eine Umschichtung. Kapital wird also aus den Depots eher in Tagesgeldkonten und anderen Anlageformen untergebracht. Indirekte Aktienanlagen sind dahingehend übrigens fast überhaupt nicht betroffen. Weniger als 4 Millionen Deutsche besitzen derzeit Aktien und die Quote sinkt weiter.
Wie bereits erwähnt sieht das bei den Fondsanteilen anders aus. Auch wenn viele Fonds immer noch in Aktien investieren, scheint hier das Vertrauen der Anleger in die Strategien und die Fondsmanager größer zu sein. Allerdings ist die Hochzeit der Aktien, die um die Jahrtausendwende war, längst vorbei und der Trend zeigt auch nicht mehr nach oben.

