Aktienfonds wieder im Interesse der Anleger
Aus Sicht der Fondsanbieter auf den internationalen Märkten wird die Durststrecke vermutlich schmerzlich lang gewesen sein.
Doch für Anleger waren Aktienfonds und ähnliche Produkte in den vergangenen Monaten in gewisser Weise so etwas wie das negative Aushängeschild und der Auslöser der Finanzkrise an sich. Die Anbieter mussten monatelang mit ansehen, wie ihre privaten und institutionellen Geldgeber zunehmend ihr Kapital aus den Fonds abzogen, weil sie diese Geldanlage für zu riskant hielten.
Zahllose Fonds mussten infolgedessen geschlossen werden oder wenigstens die Gelder der Kunden einfrieren, weil die Liquidität in Gefahr war. Nun könnten Investmentfonds schon bald wieder interessante Modelle zum Geldanlegen werden, denn mit den momentan gefragten Tagesgeldkonten und Festgeld-Offerten ist kaum noch etwas zu verdienen.
Experten erwarten zunächst eine vorsichtige, später jedoch wieder mutigere Kapital-Umschichtung durch die Anleger, weil diese wieder verstärkt an Rendite interessiert sind. Einige Anbieter verzeichnen bereits erste Zuflüsse von Kapital durch neue Investoren, die ihrerseits die negativen Stimmungen aus der Krise hinter sich lassen möchten, um wieder optimistisch in die Zukunft zu blicken.
Damit diese Entwicklung tatsächlich stattfinden kann, fordern Fondsbetreiber auch von der Politik die nötige Rückendeckung. So sollen die Anleger wieder Vertrauen in die Branche finden und ihr Geld in Aktienfonds oder vergleichbare Systeme zu investieren.

