Allianz warnt vor anhaltendem Zinstief
Niedrige Leitzinsen sind bereits seit längerer Zeit Dauerzustand. Was Banken und Politiker freut, zaubert anderen Sorgenfalten auf die Stirn. Wie Maximilian Zimmerer. Der Chef des Versicherers Allianz sieht im anhaltenden Zinstief nicht nur Vorteile für die Wirtschaft. Im Gegenteil – Zimmerer warnt vor den Folgen der Niedrigzinspolitik.
Neben einer wachsenden Inflationsgefahr sieht der Allianz-Chef auch Risiken neuer Spekulationsblasen heraufziehen. Für die Wirtschaft eine Katastrophe, denn das erneute Platzen einer solchen Blase könnte der gefürchtete Schlag in den Nacken sein.
Niedrige Zinsen machen risikobereiter
Zimmerer verweist in seiner Warnung unter anderem darauf, dass die niedrigen Zinsen Anleger risikobereiter machen, um ihre Rendite zu steigern. Maximilian Zimmerer treibt aber auch die Sorge um das eigene Geschäft um. Je niedriger die Zinsen an den Kapitalmärkten, umso mehr Schwierigkeiten warten auf Versicherer bei der Anlage von Geldern ihrer Kunden. In den Augen des Allianz-Chefs wäre eine Anhebung der Zinsen die Lösung. Allerdings ist aus Angst vor einer Rezession nicht zu rechnen. Und je länger die Leitzinsen niedrig bleiben, umso mehr wächst für Inhaber einer Lebensversicherung die Gefahr, ihre Beteiligung an den Überschüssen zu verlieren.

