Lohnsteuer
Alte Lohnsteuerkarte kann Geld kosten
Eigentlich sollte ab 01.01.2012 mit der elektronischen Lohnsteuerkarte alles anders werden und die Gehaltsabrechnung für viele einfacher. Allerdings haben sich die hochgesteckten Hoffnungen vorerst in Schall und Rauch aufgelöst. Wie aus aktuellen Medienberichten hervorgeht, kommt die elektronische Lohnsteuerkarte erst ab 2013. Damit müssen jetzt besonders Arbeitnehmer aufpassen, bei denen sich im vergangenen Jahr etwas geändert hat.
Elektronische Lohnsteuerkarte wieder verzögert
Nachdem bereits vor einiger Zeit klar war, dass die elektronische Lohnsteuerkarte nicht – wie geplant – zum 1. Januar 2012 eingeführt werden kann, hatte man sich auf das 2. Quartal 2012 verlegt. Nun soll es noch länger dauern. Aufgrund von Problemen im Bereich EDV wird die neue Lohnsteuerkarte, welche das Papierformat ablösen sollte, nun doch erst ab 2013 einsatzbereit sein.
Welche Folgen ergeben sich für Arbeitnehmer aus dieser Nachricht? Bisher galt die alte Lohnsteuerkarte, die eigentlich schon längst hätte verschwinden sollen, weiter und wird dies auch im kommenden Jahr noch tun. Damit stehen dem Arbeitgeber nur die alten Angaben zur Verfügung.
Arbeitnehmer, welche sich auf die Einführung der elektronischen Lohnsteuerkarte verlassen und deshalb zum Beispiel eine diesjährige Heirat noch nicht haben eintragen lassen, sollten dies dringend nachholen. Denn andernfalls wird der Arbeitgeber nicht über die Änderung der Lohnsteuerklasse informiert. Für die Abänderung der alten Lohnsteuerkarte aus Papier sind übrigens nicht mehr die kommunalen Meldeämter zuständig, sondern das jeweilige Finanzamt.
Angaben generell prüfen
Zudem zeigen die Erfahrungen der letzten Wochen, dass man alle Angaben prüfen sollte. So wird zum Beispiel von Fällen berichtet, in denen die Daten bei den Finanzämtern fehlerhaft sind, etwa die Ehepartner in falsche Lohnsteuerklassen eingetragen. Um finanzielle Benachteiligungen zu vermeiden, sollten nicht nur die Lohnsteuerklassen, sondern auch Freibeträge überprüft werden.

