Altersvorsorge ein Sorgenthema bei jungen Deutschen
Im Grunde ist es kaum verwunderlich, wenn die Rente und die Zeit nach dem eigenen aktiven Berufsleben bei den jungen Verbrauchern im Lande so kritisch und mit Sorgen beobachtete Themen darstellen.
Denn immerhin zeigte sich es erst in den vergangenen Wochen in verschiedenen Erhebungen, dass etwa die von staatlicher Seite subventionierte Riester Rente längst nicht die Qualität hat, die sie haben müsste, damit die Anleger mit dieser zusätzlichen privaten Altersvorsorge wirklich ausreichen abgesichert sind ergänzend zur staatlichen Rente.
Nebenkosten für Riester Rente noch zu hoch
So wies der Bundesverband der Verbraucherzentralen darauf hin, dass die Kosten bei den verschiedenen Modellen der Riester Rente bis dato wegen des zu geringen Wettbewerbs unter den wenigen Anbietern vielfach deutlich zu hoch seien. Auch die Transparenz bei der Beratung lasse oftmals zu wünschen. Die Bedenken der Teilnehmer der aktuellen Umfrage, die für die Sparkasse Hamburg durchgeführt wurde, sind also durch berechtigt.
Umfrage zeigt Bedenken zur Rentenhöhe im Alter
Befragt wurden Verbraucher in der Altersklasse der 18- bis 29-jährigen. Fast ein Drittel der Befragten hält die bisher in Angriff genommene eigene Altersvorsorge nicht für ausreichend. Mit der Konsequenz, dass viele Teilnehmer – nämlich gut 78 Prozent – der Umfrage zum jetzigen Zeitpunkt davon überzeugt sind, später mit einem Nebenjob die Rentenleistungen aufbessern zu müssen.
Für Experten sind diese Ergebnisse eine mehr als bedenkliche Aussage und Beweis genug dafür, dass das Thema der privaten Altersvorsorge noch weitaus stärker als bedeutend hervorgehoben werden von Seiten der Regierung.
Bisher ist nur etwa ein Fünftel der jungen Hamburger der festen Überzeugung, die spätere Rente werde ausreichen, um den heutigen Lebensstandard halten zu können. Hoffnung besteht allerdings, denn rund 50 % geht von einer Besserung der Rentensituation in den kommenden paar Jahren aus.

