Anleihen setzen Banken langfristig unter Druck
Nicht nur in China beobachtet man die Entwicklungen auf dem Sektor der US-Anleihen mit Argusaugen.
Schließlich hat die Volksrepublik einen großen Teil der eigenen Devisenreserven mit einem Gesamtvolumen von immerhin einer Billion US-Dollar in derartige Anleihen investiert im Laufe der Jahre.
Zuletzt hatten sich verschiedene Experten renommierter Institute wohlwollend zu den Finanzwerten der US-Banken geäußert und somit international gute Entwicklungen bewirken können. Vielerorts werden diese Beruhigungen eher als Makulatur betrachtet, die nur vorübergehend Bestand haben kann.
Denn die Banken aus den USA, die Anleihen offerieren, stehen als Unternehmen nach wie vor alles andere als gut da. Problematisch präsentiert sich vielfach vor allem die ausgesprochen schlechte Eigenkapitalbasis, die bei den US-Banken vorherrscht.
Das Verhältnis zwischen dem Gesamt- und dem Eigenkapital der Unternehmen weist teils dramatisches Ungleichgewicht auf, das auf lange Sicht noch zu größeren Schwierigkeiten führen kann, so die Meinung vieler Analysten.
Die Anleihen selbst können für die Unternehmen ebenfalls Probleme mit sich bringen. Denn die einstelligen Milliarden-Gewinne der Banken wie etwa der Citigroup aus den letzten guten Tagen stehen im besagten Fall ausstehende Kredit- und Anleihensummen mit einem Gesamtvolumen von 240 Milliarden Dollar gegenüber für die kommenden ein bis zwei Jahre.
Die vormals durchaus lukrativen Anleihen sind für Anleger inzwischen eher mit Vorsicht zu genießen. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.

