Ausfälle bei Kreditkarten in USA zunehmende Bedrohung
Immer stärker macht sich die internationale Finanzkrise in den USA auch bei den Konsumenten bemerkbar. Dabei scheint die eigentliche Krise in vielen Bereichen fast überstanden, wenigstens für die großen Banken.
Doch an anderer Stelle droht eine neue Krise. Nach Aussagen der bekannten Kreditkarten-Unternehmen wie American Express sind schon jetzt beinahe zehn Prozent der Konsumenten nicht mehr imstande, ihre Kreditkarten-Schulden aus eigener Kraft zu bewältigen.
Die Probleme an sich sind keineswegs neu, doch das Ausmaß scheint allmählich zuzunehmen. Die Ausfallrate im Hause Amex allein beläuft sich nach aktuellen Berichten auf etwa 8,8 Prozentpunkte. Und schon zur Jahreswende könnte die Schallmauer von zehn Prozent durchbrochen werden.
Daran ändern auch die beruhigen Meldungen von American Express nicht viel, die besagen, dass wenigstens die Quote der Kreditkarten-Kunden, die ihre Kartenkosten innerhalb der Frist von 30 Tagen nicht decken konnten, auf nur noch knapp über fünf Prozent gefallen ist. Zwar gilt diese Quote grundsätzlich als eine Art Indikator hinsichtlich der zu erwartenden Kredit-Ausfälle.
Die Statistiken vieler Rating-Firmen lassen jedoch gänzlich anderes erwarten ab 2010. dann nämlich könnte die Ausfall-Quote bereits mehr als 10 Prozent betragen, mit deutlich steigender Tendenz. Aufgrund steigender Arbeitslosigkeit drohen viele Kreditkarten-Besitzer sozial abzusteigen. Die Konsequenz eines übermäßigen Konsumverhaltens in den Jahren vor der Krise.

