BaFin schließt alternative Noa Bank
Das Geschäftsmodell war einzigartig und hätte nach der Wirtschaftskrise Erfolg haben können. Die Noa Bank war mit einem Konzept angetreten, dass den Kunden des Geldhauses ein Maximum an Transparenz versprach. Sie sollten selbst entscheiden können, wo ihr Geld angelegt werden sollte – ob in ökologischen Bereichen, dem Gesundheitswesen oder der Kultur usw. Allerdings ist der Traum von der alternativen Noa Bank nun scheinbar ausgeträumt. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, schließt die BaFin die Bank. In den Augen der Finanzaufsicht ist das Kreditinstitut unterkapitalisiert.
Probleme seit einiger Zeit bekannt
Die Probleme der Noa Bank sind aber nicht erst seit wenigen Tagen bekannt. Noa-Gründer Francois Jozic saß die BaFin bereits seit Juni im Nacken und verhängte ein Geschäftsverbot über die Bank. Die Finanzaufsicht forderte eine Kapitalspritze, mit der sich die Kapitalquote der Bank hätte verbessern lassen. Zwar stellte Jozic die Hilfe solventer Investoren in Aussicht. Wirklich viel scheint sich bei der Noa Bank aber nicht geändert zu haben. Kritiker werfen Jozic vor, die Bank nur zur Finanzierung des Factoring-Dienstes Noa Factoring gegründet zu haben.
So kam, was kommen musste – die BaFin hat die Noa Bank geschlossen. Das Einlagenvolumen bei der alternativen Bank soll noch bei 172 Millionen Euro liegen. Da die Noa Bank nur Mitglied der gesetzlichen Einlagensicherung ist, müssen Anleger und Kontoinhaber damit rechnen, nur 50.000 Euro Entschädigung zu erhalten. Aufgrund der zunehmenden Unzufriedenheit der Bürger mit dem Kapitalismus könnte das Geschäftsmodell aber durchaus Nachahmer finden.

