Banken an die kurze Leine? G20 planen Maßnahmen
Aus Sicht vieler Politiker kann eindeutig festgestellt werden, dass vor allem die Großbanken in großem Maße für die drastischen Entwicklungen im Verlaufe der Finanzkrise verantwortlich gewesen sind.
Damit zukünftig keine vergleichbaren Krisen mehr ausgelöst werden können durch allzu Profitgier bei Investments unterschiedlicher Formen, wollen nun die 20 führenden Nationen schnellstens gemeinsame Vereinbarungen treffen, um vor allem bei den Gehältern für die Topmanager Riegel rechtliche vorzuschieben.
So sollen einerseits die Bankmanager weniger freie Hand bekommen, wenn es um die Festlegung von Bonuszahlungen geht. In diesem Bereich sieht man bei den Industrie- und Schwellenländern nach wie vor zu wenige Möglichkeiten zur Einflussnahme von staatlicher Seite. Es dürfe nicht sein, dass die Auslöser großer Teile der Finanzkrise selbst weiterhin üppige Extraleistungen erhalten, während die Banken mitsamt ihrer Anleger Verluste einfahren. Zudem will man bei den G20-Nationen schon 2010 neue Regeln im Bereich der Eigenkapitalvorschriften auf den Weg bringen. Dieser Ansatz ergibt sich daraus, dass die Krise zeigte, dass die bisherigen Regulierungen bei den Eigenkapitalquoten der Banken und Kreditinstitute zu gering festgeschrieben war.
Der noch amtierende Bundesfinanzminister Peer Steinbrück sieht die geplanten Vorgaben und Veränderungen in dieser Sache beim G20-Gipfel in Pittsburgh als Weichenstellung für eine sicherere und anlegerfreundliche Bankenbranche.

