Banken mit Desinteresse an Tagesgeld der Kunden?
Die Zeiten für die Sparer sind nicht ausschließlich in Deutschland derzeit eher als kompliziert zu bezeichnen. Denn die Wege zur Top-Rendite sind rar, wenn Verbraucher aktuell auf der Suche nach guten Zinsangeboten sind im Bereich der Tagesgeldkonten. Auch beim Festgeld sieht es nur sehr bedingt besser aus, dort sind es die langen Laufzeiten, bei denen die Zinssätze jenseits der 3-Prozent-Marke erreichbar sind.
Nach Meinung von Finanzexperten ist der Grund für die anhaltenden Niedrigzinsen deutlich erkennbar: Die Banken erhalten nach wie vor ausgesprochen günstig frisches Kapital von der Europäischen Zentralbank. Und da dies der Fall ist, hält sich der Bedarf im Bereich der Kundenakquisition im überschaubaren Bereich.
Höchstzinsen für Tagesgeld sind indes nur dann erzielbar für die Kunden, wenn die Banken dringend zusätzliche Mittel benötigen, wie Herbst- und Winterzeit 2008/2009 imposant unter Beweis stellen konnte. Seit rund zwei Jahrzehnten lagen die Zinssätze bei Fest- und Tagesgeld nicht mehr auf einem so niedrigen Stand.
Der derzeitige Stand der Dinge wird bei den Analysten etwa damit begründet, dass die Leitzins-Senkung durch die EZB erst mit einigem zeitlichen Verzug beim Verbraucher ankommt. Aktuell erhalten Sparer für ihre Einlagen auf dem Tagesgeldkonto nur knapp mehr als 1,3 Prozent. Noch schlechter sieht beim Festgeld in der Regel aus.

