Bankenverband bringt Bad Bank-Konzept

Wenn die Regierung nicht selbst ans Werk geht, hilft man ihr eben ein wenig auf die Sprünge.

So sieht man es derzeit wohl beim BdB, dem Bundesverband deutscher Banken. So arbeitet man laut Medienberichten gerade mit großem Eifer an einem Konzept für eine Art Bad Bank, das man nach Fertigstellung der Bundesregierung vorlegen möchte, um weitreichend Unterstützung für die Maßnahmen zu erhalten.

Einen Ort für die Bad Bank hat man bekanntlich bereits im Blick. So sollen die toxischen Aktien im Rettungsfonds für den Finanzmarkt (Soffin) über die Schaffung der Bad Bank integriert werden. Rückendeckung vom Finanzminister Steinbrück will man sich bei den Banken ebenfalls sichern.

Zu diesem Zwecke soll es keine Bad Bank werden, bei der einfach alle Wertpapiere abgelegt werden. Vielmehr so jede Bank im neu geschaffenen System ein eigenes Konto führen, so dass weiterhin ersichtlich ist, welcher Bank welche Aktien gehören. Dies war eine der Grundvoraussetzungen von Minister Steinbrück, sollte er den Plänen zustimmen.

Einen Namen hätte das Modell des BdB ebenfalls schon: Mobilisierungsfonds soll er heißen. Bis zum 30. Juni sollen die Banken nach Meinung des Verbandes ihre toxischen Wertpapiere einlagern können, neu ist jedoch die Möglichkeit, dass der Mobilisierungsfonds die Übernahme von einzelnen Papieren ablehnen könnte.

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