Abriss statt Sanierung

Bauministerium plant Abwrackprämie für den Häuslebauer

Mit der Abwrackprämie hat die Bundesregierung im vergangenen Jahr der schwächelnden Autoindustrie großzügig unter die Arme gegriffen. Und den Absatz von Neuwagen kräftig angekurbelt. Scheinbar hat das Beispiel Schule gemacht. Medienberichten zufolge kursieren in der obersten Bundesbehörde für Verkehr, Bauwesen, Städtebau und Raumordnung Pläne, die statt einer Sanierung alter Einfamilienhäuser deren Abriss belohnen.

Mit der Abrissprämie will das Ministerium den Bau klimafreundlicher Bauten fördern. Den Häuslebauer unterstützt das BMVBS nicht ohne Grund. Die schwarz-gelbe Regierung will bis 2050 den Bestand der Häuser auf Klimafreundlichkeit umstellen und bei der Sanierung über strengere Regeln die Daumenschrauben anziehen.

Forderung nach Aufstockung der Fördermittel

Eine Verschärfung der Sanierungsregeln dürfte für den einzelnen Eigenheimbesitzer aber alles andere als willkommen sein, denn Umbauten werden damit teurer. Möglicher Ausweg: Berlin stellt mehr Fördermittel zur Verfügung. Allein das CO2-Sanierungsprogramm sollte nach Ansicht von Jan Mücke, parlamentarischer Staatssekretär aus den Reihen der FDP, „auf bis zu drei Milliarden Euro“ aufgestockt werden. Derzeit deuten die Vorzeichen bei den Fördergeldern allerdings in eine andere Richtung. 2011 soll der Fördertopf für die CO2-Sanierung auf 430 Millionen abschmelzen.

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