Sprit
Benzinpreise erreichen Rekordniveau
1,64 Euro – so tief musste der Deutsche Autofahrer im Durchschnitt zu Beginn der Woche für einen Liter Benzin vom Typ Super E 10 in die Tasche greifen. Und wer „normales“ Superbenzin getankt hat, für den wurde es noch teurer – mit 1,67 Euro. Selbst Diesel steuert wieder Rekordmarken an.
Autofahren wird also immer teurer. Und wer dachte, dass nach dem anstrengenden und teuren Jahr 2011 der Zenit endlich überschritten sei, muss sich wohl eines Besseren belehren lassen. Denn die Mineralölwirtschaft sieht das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht. Im Gegenteil: Glaubt man den Aussagen der Experten, könnte die Preisrallye dieses Jahr noch weitergehen.
Weltmarkt und Euroschwäche
Wo liegen die Ursachen für das anhaltende Preishoch bei Benzin und Heizöl? Seitens der Mineralölwirtschaft werden zwei Ursachen verantwortlich gemacht. Einerseits ist der Rohölpreis derzeit hoch und liegt zum Beispiel für einen Barrel Brent bei 122 US-Dollar. Darüber hinaus notiert der Euro seit Wochen schwach gegenüber der US-Währung, was zusätzlich zur Belastung wird, da Rohöl in US-Dollar notiert.
Experten sehen aber noch einen weiteren Fakt hinzukommen: Der Kapitalzufluss, mit dem Notenbanken rund um den Globus in der Vergangenheit die Kapitalmärkte geflutet haben. Dieses freie Kapital sucht nun nach lohnenden Anlagezielen – und fließt unter anderem auch in Rohstoffe. Auf diese Weise werden die Verbraucher doppelt belastet. Denn nicht nur an der Zapfsäule wird Tanken teurer – hohe Energie- und Transportkosten wirken sich mittel- bis langfristig auch auf Konsumgüter aus.

