Gesetzliche Krankenversicherung

BKK für Heilberufe – Angeschlagene Krankenkasse wird geschlossen

Am Mittwoch hat das Bundesversicherungsamt endlich für Klarheit gesorgt – die BKK für Heilberufe wird geschlossen. Damit findet ein über Monate anhaltender Kampf um die Rettung der gesetzlichen Krankenkasse ein Ende. Welche Auswirkungen hat die Schließung für die Versicherten?

2. Krankenkasse vor dem Aus

In den letzten Wochen hat sich die Situation um die BKK für Heilberufe merklich zugespitzt. Erst sprang die BKK vor Ort als Fusionspartner ab. Wenig später erklärte auch die AOK Rheinland/Hamburg, dass man nicht mit der angeschlagenen Krankenkasse fusionieren werde. Hintergrund der ablehnenden Haltung war in beiden Fällen ein massiv gestiegener Kapitalbedarf für den Zusammenschluss.

War ursprünglich die Rede von 28 Millionen Euro, hat sich diese Summe inzwischen auf mehr als 90 Millionen Euro erhöht. Nach dem langen Taufziehen um die BKK für Heilberufe hat sich das Bundesversicherungsamt (BVA) nun zur Schließung entschlossen, da eine Weiterführung des Betriebs der Krankenkasse nicht mehr möglich scheint.

Als Termin für die Schließung hat man das Jahresende 2011 ins Auge gefasst. Damit ist die BKK für Heilberufe bereits die 2. Krankenkasse der GKV, die von Amts wegen abgewickelt werden muss. Maximilian Gaßner – Chef des Bundesversicherungsamts – hat unter dem Eindruck der City-BKK-Pleite übrigens die anderen Krankenkassen zu einem versicherungsfreundlicheren Verhalten aufgerufen.

Kassenwechsel bis Mitte Januar

Was erwartet die Mitglieder der BKK für Heilberufe in den kommenden Wochen? Nach der Benachrichtigung über die Schließung der Krankenkasse können sich die Versicherten auf die Suche nach einer neuen Versicherung begeben und haben dazu Zeit bis Mitte Januar 2012. Erst wer zwei Wochen nach deren Aus immer noch keine neue Krankenkasse hat, wird durch den Arbeitgeber oder den Träger der Rentenversicherung zwangsversichert.

Für die Kassenpatienten ist die Schließung der BKK für Heilberufe also die Chance, sich nach einer Krankenkasse umzusehen, die bisher noch keinen Zusatzbeitrag erhebt und willkommene Zusatzleistungen bietet.

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