Bofinger regt Verstaatlichung von Opel an
Um dem angeschlagenen Opel-Konzern aus der Krise zu helfen, versucht die Politik momentan, eine staatliche Bürgschaft auf die Beine zu stellen. Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger regt dagegen an, Opel für eine Zeit komplett zu verstaatlichen.
Die Verstaatlichung solle allerdings nur vorübergehend sein und der Konzern solle dann wieder verkauft werden, wenn er überlebensfähig sei. Als Hauptargument fügte Bofinger an, dass die Verstaatlichung aufzeige, dass es sich um einen Einzelfall handele und man so nicht die gesamte Autobranche mit helfen bedenken müsse. Andere Autobauer würden es sich nämlich mit Sicherheit nicht wünschen, auch unter staatliche Kontrolle zu geraten, sagte er weiter.
Einen Schutzschirm für die komplette Autobranche hält Bofinger dagegen eher für abwegig und überzogen. Um Opel zu verstaatlichen, müsste die Firma allerdings vom US-Autobauer General Motors getrennt werden. GM wird momentan allgemein als das Problem ausgemacht, da der Konzern monatlich ca. 1 Milliarde Dollar Verlust macht und auf diesem Weg nicht mehr lange durchhält.
Wie viel eine Verstaatlichung von Opel kosten würde, ist bis jetzt nicht klar. Darüber hinaus erscheint es momentan noch unwahrscheinlich, dass die Politik sich dieser Lösung anschließen wird. Man muss also abwarten, wie sich die Opel-Krise und deren Lösung noch entwickeln wird.

