Commerzbank erhält 8,2 Milliarden Kapitalhilfe vom Staat

Als erste große Privatbank hat die Commerzbank auf die staatlichen Hilfen zugegriffen und eine Kapitalspritze von insgesamt 8,2 Milliarden Euro beantragt. Der Staat wird im Gegenzug Anteilseigner bei der Commerzbank und macht der Bank entsprechende Auflagen wie zum Beispiel eine Begrenzung der Managergehälter.

Als weitere Maßnahme werden 15 Milliarden Euro an Kreditgarantien gewährt, die die Tätigkeiten der Commerzbank im Interbankenhandel erheblich erleichtern sollen. Die Hoffnung, dass das Rettungspaket nun von allen Banken angenommen würde, wird sich nach Expertenmeinungen jedoch nicht erfüllen. So sagte Hans-Peter Burghof, der Bankenexperte von der Uni Hohenheim, dass vor allem die deutsche Bank weiterhin gegen staatliche Finanzhilfen sei. Dies könne einerseits Taktik sein, um sich später von den Kapitalmärkten mit günstigeren Zinsen belohnen zu lassen, oder schiere Angst, bei der Begrenzung der Managergehälter auf 500.000 Euro pro Jahr die Investmentbanker nicht mehr angemessen bezahlen zu können.

Zudem könnten die Banken auch die Gefahr nicht ausschließen, dass die Inanspruchnahme der Kapitalhilfen eine spätere Abstrafung durch die Märkte zur Folge habe, heißt es weiter. Die Aktien der Commerzbank seien zwar gestiegen, jedoch sei das mehr auf den Ausgleich von Leerverkäufen zurückzuführen, als auf Euphorie der Anleger, sagte Heino Ruland von der FrankfurtFinanz zu Spiegel Online.

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