Commerzbank muss Risikovorsorge erhöhen
Wenn Banken derzeit Angst vor weiterhin steigenden Ausfällen im Kreditsektor haben, gibt es nur einen Weg, diesen Sorgen in sinnvoller Weise zu begegnen. Sie müssen die so genannte Risikovorsorge erhöhen, um den drohenden Ausfällen mit sichernden Maßnahmen die Gefährlichkeit zu nehmen. Und genau das tut man nun bei der Commerzbank, die sich nach wie vor von üppigen faulen Krediten wirtschaftlich bedroht sind.
Allein im dritten Quartal dieses Jahres beliefen sich die zur Seite gelegten Mittel als Rücklagen für den Ernstfall auf rund 1,05 Milliarden Euro, wie die Bank am heutigen Tage mitteilte. Das entspricht einem Betrag von weit mehr als 100 zusätzlichen Millionen Euro verglichen mit dem vergleichbaren Zeitraum des Jahres 2008.
Mit dieser Meldung korrigiert die Commerzbank ihre bisherigen Aussagen zum dritten Quartal 2009. Auslöser der höheren Risikovorsorge sind nach Aussage des Managements vor allem Wertberichtigungen, die sich aus Darlehen ergeben haben, die an ausländische Banken bewilligt worden waren. Einmal mehr sind auch hier Immobiliengeschäfte für weitere Ausfälle verantwortlich. Und ein Ende sieht man bei der Commerzbank zunächst nicht.
Auch für die kommenden Wochen erwartet man einen Bedarfsanstieg für die Risikovorsorge. Als wahrscheinlich stuft man Geschäftsfelder in Ost- und Westeuropa ein als Risikofaktoren für erneute Ausfälle.
An den Plänen zur Rückzahlung der Staatshilfen hält die Commerzbank allerdings nach wie vor fest.

