Das Land Niedersachsen wehrt sich gegen geplante Fusionen der Landesbanken

Kaum hatte der Sparkassen- und Giroverband seine Pläne veröffentlicht, die noch bestehenden 7 eigenständigen Landesbanken in drei Blöcken zu bündeln, meldete mit Niedersachsen auch schon das erste Bundesland Protest an.

Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring sagte dazu, dass Fusionen nicht von außen aufgezwängt werden könnten und Zwangsehen sowieso nicht in Frage kämen. Zudem hätte der Sparkassen- und Giroverband nicht mal versucht, einen Dialog zu suchen, sondern gleich seine Entscheidung verkündet. Die Bundesländer und die Sparkassen sind gemeinsam die größten Eigentümer der eigenständigen Landesbanken.

Kernpunkt der Pläne des Sparkassen- und Giroverbandes ist die Bildung von drei Blöcken für die Landesteile Nord, Mitte und Süd. In jeden der Blöcke sollen die passenden Landesbanken eingegliedert werden. Darüber hinaus sollen bestimmte Geschäftsfelder komplett aufgegeben und dafür später nur noch in einem der Blöcke konzentriert werden. Die Planung sieht unter anderem vor, die LBBW und die BayernLB zu fusionieren und das Mittelstandsgeschäft der WestLB hinzuzufügen. Der Kapitalmarktbereich der WestLB könnte dann nämlich mit der Dekabank und Helaba zusammengefügt werden.

Die Bundesländer sind vermehrt gegen Fusionen der Landesbanken, weil sie um ihren Einfluss fürchten. Dagegen äußern die Sparkassen schon seit längerem die Forderung, endlich Fusionen anzustrengen, um konkurrenzfähig bleiben zu können.

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