Deutsche Bank will zurück an den Privatkunden
Wenn man sich die Wünsche der deutschen – und nicht nur dieser – Banken anhört, wundert man sich als Kunde schon ein wenig über das Verhalten dem Verbraucher gegenüber.
Bei der Deutschen Bank etwa will man dieser Tage das Verhältnis zum Privatkunden wieder auf Vordermann bringen. Und das, nachdem vor allem die kleinen Sparer unter den Kunden zuletzt nicht unbedingt allzu beliebt bei den Beratern waren.
Zu mühsam die Beratung, zu niedrig der Gewinn für das Unternehmen mit den kleinen Depots der Kunden. Dieses verlorene Vertrauen will man nun zurückgewinnen. Binnen drei Jahren will die Deutsche Bank allein 400 neue Zweigstellen schaffen, um den Kunden mehr Service bieten zu können.
Das gesamte Angebot auf dem Sektor des Privatkundengeschäfts soll mit mehr als 2500 neuen Mitarbeitern bis 2012 deutlich aufgestockt und verbessert werden. Freuen würden sich die Kunden dabei jedoch vor allem in diesem Moment, wenn es schon jetzt etwa beim Tagesgeld und ähnlichen Produkten erste Anreize gäbe, wieder Vertrauen in die Banken zu haben, ohne sich nur durch hohe Kreditzinsen geschröpft zu fühlen.
Ob der Ansatz, man könne das Vertrauen zurückgewinnen, indem man der Kundschaft erklärt, wie es zur jetzigen Schieflage auf dem Finanzmarkt kommen konnte, wirklich greifen wird, darf allerdings eher bezweifelt werden. Das haben die Kunden schon ganz allein erkannt in den verlustreichen Monaten.

