Deutsche nur beim Einkaufen preisbewusst
Deutsche Verbraucher halten sich im Alltag für Sparfüchse. Überall werden Preise verglichen, egal, ob beim Tanken oder Einkaufen und Telefonieren. Allein ein Viertel der Deutschen vergleicht die Preise der Mobilfunkanbieter und entscheidet sich erst dann. Noch größer die Zahl der preisbewussten Verbraucher beim Tanken. Mehr als 50 Prozent nehmen die Spritpreise unter die Lupe. Wie hoch muss die Zahl dann erst sein, wenn´s um Bankprodukte geht?
Enttäuschend niedrig. Dies geht aus einer Umfrage der comdirect Bank, durchgeführt von Forsa, hervor. Nur jeder Zehnte vergleicht heute die Konditionen und Preise bei Banken und Sparkassen.
Mangelnde Preisübersicht verschenkt bares Geld
Laut den Ergebnissen der Umfrage vergleicht rund ein Drittel (27 Prozent) der Befragten Zinsen und Gebühren überhaupt nicht. Und verschenkt damit bares Geld. Denn die Kosten für Kontoführung oder Kreditkarten können sich zwischen den einzelnen Anbietern beträchtlich unterscheiden. Allein die Preisunterschiede für ein Girokonto können zum Teil im dreistelligen Bereich liegen. Noch kritischer sollten Zinsen bei kurzfristigen Geldanlagen Vorschau– wie Fest- oder Tagesgeld – unter die Lupe genommen werden. Nur, wer vergleicht, kann auch im derzeitigen Zinstief noch Gewinne vor der Inflation mitnehmen. Verbrauchern wird daher dringen geraten, auch in finanziellen Fragen preisbewusster zu agieren.

