Deutsche nutzen zunehmend Rentenpapiere als Ergänzung zu Tagesgeld
Als die Finanzkrise ihren vermeintlichen Höhepunkt erreicht hatte, war für viele Verbraucher die einzig sinnvolle Reaktion, den Banken ihr Geld zu entziehen und lieber bei sich zu bunkern.
Dass dieses Vorgehen letztlich eher eine Übersprungshandlung ohne allzu große Erfolgsaussichten war, sei dahingestellt. Richtig ist aber, dass die deutschen Bankkunden wieder in stärkerem Umfang von Sparangeboten wie Tagesgeld oder Festgeld Gebrauch machen, um sich mit sicheren und vergleichsweise lukrativen Anlagemodellen zu versorgen.
Etwa im Januar 2009 hatte der Abwärtstrend bei den Spareinlagen seine Wende erreicht. In den ersten drei Monaten dieses Jahres sind die Ersparnisse der Deutschen von vormals 46 Milliarden auf immerhin 52 Milliarden Euro angestiegen. Doch gerade die Tagesgeldkonten erleben einen weniger starken Zuspruch aus dem Kreise der Anleger.
Eher entwickeln sich die Trends in Richtung der so genannten Rentenpapiere als Ergänzung zum Tagesgeld. Deren Umfang hat sich in Deutschland in besagtem Zeitraum um 21 Milliarden Euro ausgeweitet. Begehrt sind vor allem die besonders kurzfristigen und langfristigen Papiere.
Etwas erstaunlich wirkt die Investitionsfreude bei den Verbrauchern an anderer Stelle. So erleben auch die durch die US-Bank Lehman Brothers heftig imagegeschädigten Zertifikate einen unerwarteten Zulauf. Dort lag das Wachstum bei rund neun Milliarden Euro. Im Gegenzug sind Aktien seit einigen Monaten nicht mehr sonderlich gefragt.

