Deutsche suchen die sichere Altersvorsorge
Einst war es Bundesminister Norbert Blüm aus dem Kabinett Kohl, der den deutschen Arbeitnehmer versprach, die Rente sei auch in den kommenden Jahrzehnten etwas, womit man sicher rechnen könne.
Heute kritisiert Blüm vor allem die jüngeren Politiker, die aus seiner Sicht mit der Altersvorsorge der Steuerzahler gezockt haben. Längst ist die gesetzliche Rente allein nur in den seltensten Fällen ausreichend, um den Lebensabend zu meistern als Rentner. Mit steigendem Alter wachsen auch die Sorgen für deutsche Berufstätige.
Inzwischen gibt es in vielen deutschen Großstädten eigens Anlaufstellen, die sie ausschließlich an „ältere Semester“ richten, um Fragen rund um die Altersvorsorge zu beantworten und mögliche sinnvolle Investitionsmodelle aufzuzeigen. Denn wenn die Finanzkrise eine Gruppe besonders schwer erwischt hat, dann sind es die Rentner.
Nach und nach wird bekannt, dass vielerorts Berater älteren Kunden hochspekulative Finanzprodukte wie die berühmt berüchtigten Zertifikate der amerikanischen Bank Lehman Brothers als sicheren Hafen zur Altersvorsorge angepriesen hatten. Viele Rentner stehen nun mit den kläglichen Resten ihrer Vorsorge da.
Mit dem Ergebnis, dass viele vor allem ältere Anleger nach neuen Möglichkeiten zum Investieren suchen. Dabei sind sie inzwischen oftmals schon zufrieden, wenn ihr Kapital wenigstens minimale Rendite abwirft, ohne dass sie Verluste zu verkraften haben.
Viele Anleger fühlen sich von Beratern über den sprichwörtlichen Tisch gezogen. Mitunter berechtigt. Denn einem Menschen fern der 70 geschlossene Fonds als sinnvoll zu verkaufen, ist alles andere als seriös.

