Teuerungsrate

Deutsche zeigen keine Inflationsangst

Erst in der vergangenen Woche teilte das Statistische Bundesamt mit, dass die Teuerungsrate ein 3-Jahres-Hoch erreicht hat. Die Verbraucher scheinen solche Hiobsbotschaften allerdings nicht zu beeindrucken. Wie aus einer aktuellen Umfrage zum Thema Inflation und Vermögenssicherung hervorgeht, ist die Zahl derer, die vorsorgen, nur gering.

Mehrheit ohne Inflationssicherung

Durchgeführt wurde die Umfrage vom renommierten Marktforschungsinstitut GfK für die Zeitung „Welt am Sonntag“. Deren Ergebnis ist eindeutig: Obwohl sich die schlechten Nachrichten häufen, zeigen sich Verbraucher zwischen Rhein und Oder unbeeindruckt. Das Gros der Befragten hat sich nicht gegen die aufziehende Inflation gewappnet (83 Prozent). Lediglich 17 Prozent – also eine Minderheit – will vorsorgen.

Der Deutsche scheint sich also nur wenig Sorgen um die Zukunft zu machen. Und wer dennoch für die kommenden Jahre beim Vermögen vorbauen will, greift der Umfrage zufolge zuerst auf´s Betongold zurück. Gold – immer wieder als Geheimtipp angepriesen – hat es nicht bis ganz nach vorne geschafft. Schuld könnten die erheblichen Preisschwankungen der vergangenen Wochen sein. Noch unbeliebter sind Wertpapiere und Währungen, an welche sich nur eine kleine Minderheit der Befragten traut.

Resignation beim Verbraucher?

Die Aussage, deutsche Verbraucher lassen sich im Optimismus nicht trüben, liegt angesichts der Zahlen zwar nahe, greift nach Ansicht mancher Experten aber zu kurz. Man könnte auch anders argumentieren – der Deutsche hat sich an die Nachrichtenlage gewöhnt und gibt lieber Geld aus, statt es Banken und Finanzunternehmen zukommen zu lassen. Allerdings – dies hat die Umfrage ebenfalls ergeben – steigt die Angst mit dem Gehalt. Höhere Einkommensgruppen sind demnach eher bereit vorzusorgen.

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