Die Flutwelle erreicht Hedge-Fonds

Bisher wurden die großen Hedge-Fonds vom aufgewirbelten Wasser der US-Finanzkrise nur zart umspült, doch scheinbar hat die „große Welle“ nun auch die größten Hedge-Fonds erricht und die Sorge wächst, dass selbst verlässliche Werte mitgerissen werden könnten. Noch spricht man bei einem der größten Fonds von einer Schieflage, doch was passiert, wenn aus der Schieflage bei Carlyle Capital Corp. Eine Seenotsituation wird? Befürchtungen gibt es viele, doch die schlimmste mögliche Situation wäre eine Kettenreaktion auf dem Markt.

CCC, oder auch die oben bereits erwähnte Carlyle Capital Corp. Ist bereits jetzt ein sehr prominentes Opfer der Situation und steht bereits jetzt in Verhandlungen mit verschiedenen Großbanken und Gläubigern, um die Wertpapierbestände, die ein Milliardenkapital darstellen, nicht veräußern zu müssen. Solch ein großer und massenhafter Wertpapierabstoß könnte unvorhergesehene Kursverluste nach sich ziehen und würde höchstwahrscheinlich auch andere Fonds direkt mit in den Strudel ziehen.

Hedge-Fonds werden nur lose reguliert und die Anlagestrategie ist nicht fest definiert. Viele spekulieren auf Kredit, was sowohl die Gewinnchancen, aber auch das Verlustrisiko extrem erhöht. Bislang konnte die Kreditkrise die Fonds noch nicht wirklich treffen. Doch nun sind sowohl jene Fonds betroffen, die auf Kredite setzen, als auch Fonds die in Währungen, Aktienkursentwicklungen und Rohstoffe gemacht haben und immer noch machen. CCC setzte auf Hypothekenpapiere und schlidderte so in die Krise mit hinein. Die Entwicklung kann bisher nur abgeschätzt werden, aber es wird weiter unruhig auf dem Fondsmarkt.

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