Die Schattenseiten der Zinserhöhung
Anleger in ganz Europa jubeln und streichen nochmalig mehr Zinsen ein. Die EZB erhöhte vor wenigen Tagen den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte und stabilisiert die Gemeinschaftswährung gegen die Inflation.
Doch nicht nur strahlende Menschen hat diese Zinserhöhung mit sich gebracht, denn neben den steigenden Zinsen für Tagesgeldkonten und auch beim Festgeld, sind natürlich auch verschiedenste Kreditmodelle betroffen. Auch dort erhöhen sich die Zinsen und kippen so bestimmt so manch Konzeption, die in diesen Tagen umgesetzt werden sollte. Natürlich sind laufende Kredite meist nicht betroffen, weil vertragliche Zinsbindung herrscht, aber alle neuen Kredite, die jetzt aufgenommen werden, unterliegen meist schon der Zinserhöhung und werden so teurer, als noch vor zwei Wochen. Natürlich klingen 0,25 Prozentpunkte erstmal recht gering, doch schaut man sich größere Summen an und errechnet sich die Auswirkung auf diese größere Summe, machen auch geringe Zinsanhebungen schon eine ganze Menge aus. So könnte sich zum Beispiel eine Kalkulation für ein Eigenheim nachträglich verteuern und eine neuerliche Finanzplanung wäre nötig.
Doch noch mehr Menschen trifft die Zinserhöhung bitter, wenn sie dazu neigen, ihr Girokonto hin und wieder geldlich zu überziehen. Es steigen bereits nachweislich bei einigen Instituten auch die Zinsen für den so genannten Dispositionskredit, bzw. auch für Kontoüberziehungen. Kurzum ist es also nachhaltig teurer geworden Finanzspielräume auch auszunutzen und man hinterfragt die tatsächlichen Kosten jetzt besser zweimal, bevor man Kredite ausnutzt.

