Spritpreis
Diesel inzwischen fast so teuer wie Benzin
Lange waren Fahrzeug mit Dieselmotoren etwas für Verbraucher, die meinten, als Sparfuchs durchgehen zu müssen. Allerdings hat sich die Situation seit einiger Zeit grundlegend verändert. Wer dieser Tage zur Zapfpistole greifen muss, wird die Euro förmlich im Tank klimpern hören. Der Preis für einen Liter Diesel hat in vielen Städten inzwischen die Marke von 1,50 Euro erreicht.
Ein Ende der Entwicklung ist aus Sicht mancher Verbraucherexperten nicht abzusehen. Im Gegenteil – es wird eher mit steigenden Preisen gerechnet. Autofahrer, die extra wegen der niedrigeren Kosten zum Diesel gegriffen haben, „sind jetzt gekniffen“, so der Experte Holger Krawinkel. Verantwortlich gemacht werden für den Anstieg unter anderem die hohe Nachfrage nach Heizöl, ein erhöhter Bedarf aus der Schifffahrt und die Mineralölkonzerne bzw. der Suche nach Profit.
Minister spricht von Abzocke
Mittlerweile sind es aber nicht nur Verbraucher, denen beim Blick auf die Benzin- und Dieselpreise manches sauer aufstößt. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer von der CSU hat die Preisentwicklung der vergangenen Tage offen kritisiert und sogar schon von einer Abzocke der Mineralölgesellschaften gesprochen. Denn inzwischen trennen die neue Spritsorte E 10 und Diesel nur wenige Cent.
Folgen für Wirtschaft und Pendler
Aber auch andere Politiker sind sich darüber einig, dass hohe Energiekosten alles andere als Balsam für die wirtschaftliche Entwicklung sind. Dirk Toepffer von der CDU in Niedersachsen gibt den Konzernen die Schuld an der Preistreiberei und verweist auf die Folgen – insbesondere für Unternehmen mit einer auf Dieselkraftstoff basierenden Fahrzeugflotte und für Pendler.

