Banken unter der Lupe
Dispozinsen Abzocke: Stiftung Warentest deckt auf
Hohe Zinsen für Überziehungskredite sind nicht nur ein Ärgernis für Bankkunden, sondern auch für Verbraucherschützer. Stiftung Warentest hat jetzt 1.000 Kreditinstitute und deren Zinspolitik unter die Lupe genommen. Und kommt zu ernüchternden Ergebnissen.
Im Durchschnitt liegen die Zinsen bei den Banken bei 12,52 Prozent. Der Spitzenreiter verlangte für die Überziehung sogar 16,99 Prozent. Hermann-Josef Tenhagen von Finanztest kritisierte die Tatsache, dass unter den Instituten mit hohen Zinsen für Überziehungskredite vermehrt kleinere Banken zu finden sind.
Missverhältnis zwischen Refinanzierung und Dispozins
Dass die Überziehungszinsen im zweistelligen Bereich liegen, ist für den Verbraucher vor allem aus einem Grund ärgerlich – die Banken können sich eigentlich günstig mit Kapital versorgen. Schließlich sind die Leitzinsen derzeit auf einem historischen Tief angekommen. Diesen Vorteil gegeben die Banken leider nicht weiter.
Und ziehen nicht nur Kritik seitens der Verbraucherschützer auf sich. Auch die Politik reibt sich an der Zinspolitik vieler Banken. Der Zentrale Kreditausschuss versucht, den hohen Dispozins derweil sachlich zu begründen. Allerdings gibt es auch Ausnahmen. Einige Banken bieten ihren Kunden Überziehungszinsen im einstelligen Bereich. Frustrierte Bankkunden sollten die Konditionen anderer Institute daher genauer prüfen.
gesamter Artikel der Stiftung Warentest:
Dispozinsen: Banken kassieren ab

