DIW-Präsident fordert höhere Mehrwertsteuer
Steuererhöhungen in Zeiten des Aufschwungs – wer solche Vorschläge macht, zieht fast schon automatisch Kritik auf sich. Trotzdem fordert DIW-Präsident Klaus Zimmermann entsprechende Maßnahmen. Für den Präsidenten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung steckt darin die Möglichkeit, den demografischen Wandel der Gesellschaft zu finanzieren.
Steuererhöhungen sind unvermeidbar
Für Zimmermann sind durch die Veränderungen innerhalb der Gesellschaft Mehrbelastungen absehbar. Mehr Rentenempfänger, ein stärker gefordertes Gesundheitswesen und Mindereinnahmen durch das Schrumpfen der Schicht, die Beiträge in die Sozialversicherung einzahlt, machen einen solchen Schritt in den Augen des DIW-Präsidenten notwendig.
Aufschwung nutzen und sparen
Solange der Motor des Aufschwungs läuft, lassen sich laut Zimmermann solche Erhöhungen durchsetzten. Andernfalls werde es schwieriger, zu einem späteren Zeitpunkt die Sozialleistungen zukunftssicher zu machen. Gleichzeitig forderte der Experte die Regierung auf, eine strikte Kosolidierung des Haushalts voranzutreiben. Schließlich ist in den letzten beiden Jahren die Schuldenquote massiv gestiegen.
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