Doch nur Bad Bank light zur Bankenrettung?
Eine Einsicht kommt in der Bundesregierung aus Sicht vieler verärgerter Verbraucher eindeutig zu spät: Die Einsicht, dass nicht alle Fehler der Banken nun auf dem Rücken des Steuerzahlers finanziell ausgetragen werden können.
Dennoch ist man sich in der Koalition darüber einig, dass die Banken zusätzliche Hilfestellungen benötigen, um die Krise der Branche wenigstens ansatzweise unbeschadet zu überstehen. Lange Zeit war als Rettungsmaßnahme eine so genannte Bad Bank nach amerikanischem Vorbild im Gespräch.
Eine solche Bank soll es nun aber nicht geben, wie aus beiden Lagern der Regierung zu vernehmen ist. Der Staat soll den Banken also nicht grundsätzlich toxische, hochspekulative Aktienpakete abnehmen, um weiteren Schaden zu verhindern. Dafür wird eine Light-Version heiß diskutiert.
Nicht sofort sollen Gelder an die Banken fließen. Vielmehr könnten der Staat den Banken Risikopapiere in einer Form abnehmen, bei der finanzielle Belastungen erst in einigen Jahren übernommen werden müssen. Dieses Angebot des Staates wäre nicht ganz kostenlos.
Die Regierung könnte von den Banken Ausgleichsforderungen erwarten. So verpflichtet sich der Staat zwar, Zahlungen für den Fall der Fälle zu übernehmen, könnte aber im Gegenzug genauso gut an möglichen Gewinnen aus den Geschäften der Banken teilhaben. Klar ist nur, dass etwas geschehen muss.
Denn in den Portfolios der deutschen Banken schlummern angeblich laut Bundesbank noch toxische Aktien mit einem ehemaligen Gesamtwert von sage und schreibe 1000 Milliarden Euro.

