Abzocke
EC-Karten-Betrug an der Zapfsäule
Die gute Nachricht zuerst – in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres hat sich der Schaden durch an Bankautomaten manipulierte EC-Karten halbiert. Allerdings warnen Experten vor neuen Maschen, mit denen die Betrüger versuchen, an die Informationen der EC-Karten zu gelangen. Inzwischen werden sogar Tankautomaten manipuliert, um an die heiß begehrten Kontodaten zu kommen.
Betrugsdelikte gehen zurück
In der Vergangenheit sorgte das “Skimming” – also das Ausspähen von EC-Karten – immer wieder für Schlagzeilen und verunsicherte die Verbraucher. Besonderes Ziel krimineller Banden waren unbeaufsichtigte Geldautomaten und Türöffner in Banken, die so manipuliert worden, dass sich PIN und relevante Kontodaten auslesen ließen. Diese Form des “Skimmings” ist laut Euro Kartensysteme dieses Jahr spürbar zurückgegangen.
So hat Euro Kartensysteme in den ersten drei Quartalen 2011 nur rund die Hälfte der Fälle des Vergleichszeitraumes registriert. Ähnlich entwickelte sich die Zahl der Versuche, Bankautomaten zu manipulieren. Der Grund sind verbesserte Sicherheitssysteme – sowohl in den Banken als auch den EC-Karten. Parallel ist es speziell in Europa deutlich schwerer geworden, mit kopierten Karten Geld abzuheben. Allerdings reagieren die Betrüger auf diesen Fortschritt.
Neue Masche der EC-Karten-Betrüger
Statt die Kontodaten über Bankautomaten abzugreifen, manipulieren Kriminelle inzwischen Terminals für den bargeldlosen Zahlungsverkehr. Dazu gehören unter anderem die eingangs erwähnten Tankautomaten sowie Terminals im Einzelhandel. Das Problem: Bevor die Manipulation aufgedeckt wird, entsteht teilweise ein erheblicher Schaden. Was können Verbraucher aber gegen diese Form des EC-Karten-Betrugs tun? Experten raten dazu, in regelmäßigen Abständen das Konto zu prüfen und verdächtige Transaktionen umgehend anzuzeigen.

