EC-Karten: Daten zur Zahlungsfähigkeit weitergegeben

Der Einsatz von EC-Karten ist für deutsche Verbraucher im Alltag selbstverständlich. Umso erschreckender ein Bericht des Sender NDR Info. Anscheinend werden Daten aus dem Zahlungsverkehr der EC-Karten gespeichert und so aufbereitet, dass daraus Aussagen über die Zahlungsfähigkeit der Besitzer möglich sind.

Im Fokus der Recherchen des Senders steht die Easycash GmbH. Das Unternehmen aus Ratingen verwaltet Daten von rund 50 Millionen Konten und soll Informationen auch an Vertragsunternehmen weitergeben. Anhand der Umsätze im Lastschriftverfahren gibt das Unternehmen laut NDR Info Empfehlungen zur Zahlungsfähigkeit und Kreditwürdigkeit der Kartenbesitzer ab.

Easycash erkennt keinen Verstoß gegen Datenschutz

Seitens des Unternehmens scheint man darin kein widerrechtliches Vorgehen zu entdecken. Im Gegenteil – die Verarbeitung der Information basiere laut einer Unternehmenssprecherin auf dem Bundesdatenschutzgesetz. Die Ansicht, bei den Kontodaten handele es sich nicht um personenbezogene Daten, ist allerdings eine Interpretation, der Datenschützer nicht folgen. Peter Gola, selbst Datenschutzexperte, sieht sehr wohl einen direkten Bezug zwischen den Daten und dem Karteninhaber. Und in diesem Fall wäre dessen Einwilligung zur Speicherung und Weitergabe der Daten notwendig.

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