Einsparungen im Gesundheitswesen
Die gesetzlichen Krankenkassen planen jetzt schon für das kommende Jahr ihren nächsten Coup. Zwar greift man dem kleinen Mann nicht mehr tief in die Tasche, aber eben diesen kleinen Mann unterstützt man auch nicht mehr so sehr bei seiner Gesundung. Einsparungen von etwa 230 Millionen Euro bei Medikamenten sind geplant. Dies gab eine Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der GKV bekannt. Vornehmlich trifft es nun chronisch erkrankte Menschen, wie zum Beispiel Asthma- oder Epilepsie-Patienten.
Die Preisgrenzen zur Kostenübernahme werden gesenkt und zieht dann ein Pharmaunternehmen mit seinen Arzneipreisen nicht nach, bleibt die Differenz beim Patienten hängen, in sofern das gleiche Medikament weiter verwendet werden soll. Unterschiede werden auch in Zukunft bei Wirkstoffen und Wirkstoffkombinationen gemacht und so werden Medikamente in drei Gruppen eingeteilt.
Gegenteilig geht die Entwicklung aber auch voran, denn weitere elf Medikamentengruppen sind komplett von der Zuzahlung befreit worden und so kann ein Patient jetzt schon in insgesamt 234 Medikamentengruppen und somit bei über 24.000 Medikamenten auf die Zuzahlung in der Apotheke verzichten. So lange auch hier die Preise nicht die festgesetzten Grenzen überschreiten, entfällt also die sonst übliche und inzwischen bekannte Zuzahlung, beziehungsweise die Übernahme eines Differenzbetrages.

